Turin Cat. 3031

Metadaten

Wissensbereiche
Alternative Namen
TopBib 801-794-550 Trismegistos TM 109219
Aufbewahrungsort
Europa » Italien » (Städte Q-Z) » Turin » Museo Egizio
Digitaler Katalog
Erwerbsgeschichte

Die Heilstatue wurde laut Silvio Curto im Jahr 1862 von einem gewissen Giuseppe Spina dem Museum von Turin geschenkt. Die Information auf der Homepage Turin, dass sie Teil der Sammlung Drovetti war, ist falsch. Auch die Herkunftsangabe bei Kákosy 1999, 93 als „Gift of Dr. (Maurizio) Bussa“ scheint nicht zu stimmen (E-Mail der Kuratorin Susanne Töpfer an Peter Dils, 09. April 2024).

Herkunft
(unbestimmt)

Es ist unbekannt, wo die Statue gefunden oder erworben wurde. Interne Kriterien, die sie verorten könnten, gibt es nicht.

Datierung
von: (Epochen und Dynastien) » Pharaonische Zeit » Spätzeit » 30. Dynastie bis: (Epochen und Dynastien) » Griechisch-Römische Zeit » Hellenistische Zeit » Argeaden ("Makedonierzeit")

Objekttypologisch werden Heilstatuen meistens in die 30. Dynastie bis in die (frühe) Ptolemäerzeit datiert (Chen 2020, 38-40). Eine genauere Datierung erscheint nicht möglich. Datierbare Heilstatuen sind im 4. Jh. v. Chr. belegt (Kartusche von Nektanebos II. auf der Heilstatue des Anchhapi Kairo JE 41677; Kartusche von Philippus Arrhidaeus auf der Heilstatue des Djedher Kairo JE 46341) (Kákosy 1999, 15). Kákosy nimmt an, dass alle von ihm publizierten Heilstatuen ins 4. Jh. v. Chr. zu datieren sind: stilistische Ähnlichkeiten sowie ikonographische Ähnlichkeiten mit den Darstellungen auf der Metternichstele (Kartuschen des Nektanebos II.) führen ihn dazu (Kákosy 1999, 31). Daher seine Datierung von Turin Cat. 3031 „most probably 4th century B.C.“ (Kákosy 1999, 93). Die Homepage von Turin übernimmt diese Datierung als „400-300 BCE; End of the Late Period - early Hellenistic Period.“ Textgeschichtlich gehört Spruch B zur „P-L-Version“, die laut Gutekunst 1995, 282 und 284 bislang nur in seiner textgeschichtlichen „Hochphase“ belegt ist, d.h. „Spätdyn. – Frühptol. (ca. 400-250/200?) (Gutekunst 1995, 34). Gutekunst 1995, 374 datiert das Stück ohne genauere Begründung als „<Früh?>ptol.“ bzw. er übernimmt aus der Literatur die Angabe „ptolemäisch“ oder „Ptol.?“, scheint aber konkret an die frühe Ptolemäerzeit (bzw. die Argeadenzeit) zu denken (Gutekunst 1995, 284 und 289). Sternberg El-Hotabi setzt die Horusstele der Statue objekttypologisch in ihre „Frühe Hochphase“ (d.h. 380-280 v. Chr.), wobei die stilistische Ausarbeitung des Körpers des Horuskindes („die für die Ptolemäerzeit typischen bewegten Konturen des Horuskindes mit vorgewölbter Brust, eingezogener Taille und Kniepartie sowie tief eingesenktem Nabel“ sind „zwar tendenziell angelegt, jedoch noch nicht voll entwickelt“) für die spätdynastische/frühptolemäische Zeit passt (1999, I, 106; II, 110). Im jüngsten Turiner Katalog 2015 wird der Zeitraum 370-330 v. Chr. vorgeschlagen (Text von S. Connor und F. Facchetti; ebenso Museo Egizio 2017, 240).

Textsorte
Rezitation(en) » Beschwörung(en)
Inhalt

Die Dekoration besteht aus einer Beschriftung mit magischen Sprüchen sowie aus Darstellungen von Gottheiten oder Göttergruppen mit einer Schutzfunktion, die teilweise mit identifizierenden Beischriften versehen sind.

- Vorderseite Horusstele: Beischriften zum Falken auf dem Papyrusstängel sowie zum Horuskind, jeweils mit einer Bitte um Schutz vor Schlangen, Skorpionen, Taranteln (?) und Krokodilen.

- Rechte Seite (Schmalseite der Horusstele, Rückseite und Gewand): Horusstelen Spruch B.

- Linke Seite (Schmalseite der Horusstele, Rückseite und Gewand): Horusstelen Spruch A, gefolgt von einem kurzen, unbekannten Spruch, bei dem die goldene Göttin (Hathor?) eine Rolle spielt, sowie einem kurzen Spruch gegen Schlangen (entspricht Spruch XI des Socle Béhague).

 

Horusstelentext B: Reaktive/kurative Magie, Beschwörung, Schutz auf dem Wasser, Osiris, Reisende, Wassertiere, Nehaher.

Der sogenannte „Spruch B“ der Horusstelen und Heilstatuen hat zum Ziel, einen Reisenden auf dem Wasser zu schützen, insbesondere vor Krokodilen. Er fängt mit einer Anrufung an den Sonnengott/Schöpfergott an, der Thoth schicken möge, um das Krokodil Nehaher abzuwehren. Dann wird gesagt, dass Osiris auf dem Wasser ist und das (schützende) Horusauge bei sich hat. Die gefährlichen Wassertiere, die also Osiris oder jeden sonst, der auf dem Wasser ist, angreifen wollen, werden es mit dem Horusauge zu tun bekommen. Anschließend spricht der Zauberer/Beschwörer die gefährlichen Wassertiere, insbesondere das Krokodil Nehaher, direkt und in imperativischer Form an. Sie sollen Osiris nicht angreifen oder ihnen werde der Kopf zum Rücken hin umgedreht bzw. ihnen drohe die Vernichtung. Er sagt, dass eine Vierergruppe von Göttern Osiris und den Reisenden beschützt, denn sie haben Maul, Schlund, Zunge und Augen der Wasserbewohner unwirksam gemacht. Der Zauberer identifiziert sich anschließend mit Chnum und befiehlt dem Angreifer zurückzuweichen, sonst werde er zerstückelt. Zwei mythologische Passagen mit einem lauten Schrei in Heliopolis, in der ein Kater und der Abdu-Fisch eine Rolle spielen, und mit einem zweiten lauten Schrei in Nedit, wo Osiris ermordet wurde, werden eingeflochten, weil Re deshalb sehr wütend geworden sei und die Zerstückelung des Rebellen auf dem Wasser befohlen habe.

 

Horusstelentext A: Reaktive/kurative Magie, Horus-Sched, Thoth; dwꜣ-Verehrung

Ein von Thoth ausgesprochener Spruch zur „Verehrung“ des Horus, um ihn zu „verklären“. Die Ich-Person (Thoth als Magier) begrüßt den jugendlichen Horus und bittet ihn, dass er mit seiner Magie und seinen Zaubersprüchen kommen möge, um die gefährlichen Tiere in der Wüste, im Wasser und in den Höhlen abzuwehren (zu Kies oder Topfscherben unter den Füßen gemacht) und um das Gift im Patienten zu beschwören. Wenn das Gift gegen Horus (als Patienten) vorgehen sollte, dann soll er (Horus mit seiner Magie) umgekehrt gegen das Gift vorgehen. Er möge den Patienten wiederbeleben, damit sein (des Horus) Ansehen entstehe und er als Horus-Sched („der Retter“ oder „der Beschwörer“) angerufen werde.

 

Beschwörung zweier Schlangen.

Reaktive/kurative Magie, Beschwörung, Gift, sḏḥ.w-Schlange, Stierschlange

Beschwörung des Giftes von zwei Schlangen, die mit einem Metallspeer unschädlich gemacht werden. Der Beschwörer fordert das Gift auf, auszufließen, und er wird das Feuer der Entzündung löschen.

Ursprünglicher Verwendungskontext

Von einigen Heilstatuen ist bekannt, dass sie in einem Tempel aufgestellt waren (nachgewiesener Fundort oder so laut Inschriften: Heilstatue des Djedher Kairo JE 46341), weshalb das für die übrigen auch angenommen wird (alg: Kákosy 1995). Die Sockelvorrichtung der Heilstatue des Djedher sowie Texte auf der Statue Tyszkiewicz verdeutlichen, dass Wasser über die Statue gegossen wurde, welches durch den Kontakt mit den magischen Texten und Darstellungen heilende Kräfte bekam und anschließend getrunken wurde.

Material
Nicht Organisch » Stein » Steatit/Speckstein
Objekttyp
Artefakt » Skulptur » Statue / Figur
Technische Daten

Material: Steatit (Homepage Turin; Museo Egizio 2015 und 2017); Serpentinit (?) (Kákosy 1999, 93); „calcare grigio con patina rosso-scura“ (Fabretti, Rossi, Lanzone, 1882, 412), daher „grauer Kalkstein“ (Sternberg-El Hotabi, II, 110; Chen 2020).

Maße: Höhe 23+x cm; Breite 11 cm; Tiefe 18 cm.

Geschätztes Gewicht: 30 kg (Chen 2020, 36, Anm. 56).

Heilstatue eines stehenden Mannes in langem Gewand, der eine Horusstele/Horuscippus vor sich hält. Der ganze Oberkörper des Mannes fehlt (absichtlich weggemeißelt). Auch die Füße unterhalb des langen Lendenschurzes sind weggemeißelt und durch einen „Steg“ ersetzt, mit dem die Statue in einen separaten Sockel (nicht erhalten) eingefasst gewesen war. Die Identität des Mannes, zweifellos ein Würdenträger, ist verloren. Der Rücken ist in der Mitte wie ein ganz flacher Rückenpfeiler ausgearbeitet. Horusstele, Sockel der Horusstele, Gewand und Rückenpfeiler sind komplett mit Texten und Darstellungen versehen.

Schrift
Hieroglyphen
Bearbeitungsgeschichte

Die Statue wird im Museumskatalog von Fabretti 1882 gelistet. Golenischeff 1877 kennt die Inschriften und benutzt sie als Parallele für die Sprüche A und B der Horusstelen. Lanzone 1884 hat Zeichnungen und Beschreibungen der Dekoration angefertigt, aber die Texte sind dort kaum lesbar. Klasens 1952 identifizierte einen Spruch als Textparallele für Spruch XI des Socle Béhague. Kákosy & Cihó 1985 verwenden die Statue für denselben Spruch (mit Textsynopse). Kákosy 1987 hat die Statue in seinem Inventar der Heilstatuen aufgenommen. Erst dank der Publikation von Kákosy 1999 sind die Texte und Darstellungen für die weitere Forschung zugänglich. Gutekunst 1995 konnte die Texte durch Vermittlung von Kákosy für seine Bearbeitung von Horusstelen Spruch B verwenden. Chen 2020 hat sie für seine Studie der Heilstatuen verwendet.

Editionen

- L. Kákosy, Healing Statue Turin Cat. 3031, in: L. Kákosy (Hg.), Egyptian Healing Statues in three Museums in Italy (Turin, Florence, Naples) (Catalogo del Museo Egizio di Torino. Serie prima - Monumenti e testi, Vol. IX), Turin 1999, 15-16, 91-107 und Taf. XXVII-XXXIII [P,H,Ü,K].

Literatur zu den Metadaten

- M. Chen, Healing Statues in the Late Period Egypt. Creating Elite Commemoration in a Religious Context, Los Angeles 2020, 138, 158, 178, 179, 206, 220-221, 262, 277 (Nr. 34) [K].

- A. Fabretti, F. Rossi, R.V. Lanzone, Regio Museo di Torino. Antichità Egizie (Catalogo generale dei musei di antichità e degli oggetti d’arte raccolti nelle gallerie e biblioteche del regno. Serie 1. Piemonte), Vol. I, Torino 1882, 412 (Nr. 3031) [Erwähnung und Kurzbeschreibung].

- W. Golenischeff, Die Metternichstele in der Originalgrösse, Leipzig 1877, 1, 6 (Text C), 12 (Text H), 19 [Ü als Textparallele der Sprüche A und B].

- W. Gutekunst, Textgeschichtliche Studien zum Verjüngungsspruch (Text B) auf Horusstelen und Heilstatuen, Diss. Georg-August-Universität Göttingen (Trier 1995), 76, 81, 84, 89, 284, 289, 290, 374 [K].

- L. Kákosy, Some Problems of the Magical Healing Statues, in: A. Roccati und A. Siliotti (Hgrs.), La Magia in Egitto ai tempi dei faraoni. Atti Convegno internazionle di studi, Milano 29-31 ottobre 1985, Verona 1987, 171-186 (hier: 176) [Erwähnung in der Auflistung von Heilstatuen].

- L. Kákosy und M Cihó, Fragment of a magical statue in Iaşi (Roumania), in: Oriens Antiquus 24, 1985, 45-53 [Ü,H mit Textsynopse für Spruch XI des socle Béhague].

- L. Kákosy, Ouroboros on Magical Healing Statues, in: T. DuQuesne (ed.), Hermes Aegyptiacus. Egyptological Studies for B.H. Stricker (Discussions in Egyptology. Special Number 2), Oxford 1995, 123-129 mit Abb. auf 127 (plate II) [P Rückseite].

- L. Kákosy, Heilstatuen in den Tempeln, in: D. Kurth (Hrsg.), 3. Ägyptologische Tempeltagung. Systeme und Programme der ägyptischen Tempeldekoration (Ägypten und Altes Testament 33,1), Wiesbaden 1995, 91-98 [K alg.].

- A. Klasens, A magical statue base (socle behague) in the Museum of antiquities at Leiden, in: Oudheidkundige Mededelingen uit het Rijksmuseum van Oudheden te Leiden 33, 1952, x, 1, 4, 51, 63 (Siglum T2) [H,Ü mit Textsynopse für Spruch XI].

- R.V. Lanzone, Dizionario di mitologia egizia, Torino 1881-1884, 588-590 und Taf. CCXVIII-CCXXI [Lithographien der 4 Seiten].

- J. Malek, Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Statues, Reliefs and Paintings. VIII. Objects of Provenance not Known. Part 2. Private Statues (Dynasty XVIII to the Roman Period). Statues of Deities, Oxford 1999, 956 (Nr. 801-794-550) [B].

- H. Sternberg-El Hotabi, Untersuchungen zur Überlieferungsgeschichte der Horusstelen (Ägyptologische Abhandlungen 62), Wiesbaden 1999. Teil I, 106; Teil II: Materialsammlung, 110 und Taf. XVI [P,K].

- Museo Egizio, Torino 2015 (= 2016), 184 (Fig. 232) [P Vorderseite].

- Museo Egizio. Un viaggio visuale. A visual journey, Torino 2017, 120 und 240 (120) [P Vorderseite].

Online-Ressourcen
Autoren
Dr. Peter Dils
Autoren (Metadaten)
Dr. Peter Dils

Übersetzung und Kommentar

Turin Cat. 3031

Horusstele, Vorderseite (A)

(rechts vom Horuskind (Objektperspektive), Beischrift beim Falken auf dem Papyrusstängel:Horus,-der-sich-auf-seinem-Papyrusstängel-befindet, der große Gott, Herr des Himmels. Mögest du den Schutz bereiten für den, der eine Bissverletzung hat, (für) den, der auf dem Land ist und dem, der 〈auf dem〉 Wasser ist. Mögest du für mich das Maul verschließen von jeder männlichen Schlange, jeder weiblichen Schlange, jedem (giftigen) Gewürm, jedem Skorpion, die mit ihrem Maul beißen und mit ihrem Schwanz stechen. Mögest du jeden Mann/Menschen und jedes Stück Vieh, der/das mit einer Bissverletzung zu mir gekommen ist (?), retten.

(links vom Horuskind (Objektperspektive), Beischrift beim Nefertemstab oder beim Horuskind:) Horus, der Beschwörer/Retter, der große Gott: Mögest du für mich (das Maul von) allen -Schlangen, die mit ihrem Maul beißen, verschließen. Mögest du den Schutz dem mit einer Bissverletzung, der auf dem Land oder auf dem Wasser ist, bereiten, so wie du den Schutz des Osiris an jedem seiner Orte bereitest. Mögest du für mich alle Krokodile auf dem Fluß, alle Löwen auf dem Plateau, alle männlichen Schlangen, alle weiblichen Schlangen, alle Taranteln (?)1 und (alle Tiere), die mit dem Maul verschlingen,2 abwehren.

1 Taranteln (?) ((j)ndš.w): Goyon, Recueil de prophylaxie, 55, Anm. 6 hat dieses von Kákosy nicht erkannte Wort als jntš-Tier identifiziert.

2 (alle Tiere), die mit dem Maul verschlingen (ꜥm-[⸮m?-]rʾ.w): scheint mit dem Tierfell determiniert zu sein, d.h. ein Kompositum zu bilden. Goyon, Recueil de prophylaxie, 55, Anm. 6 liest ꜥm-rꜣ.w und übersetzt mit „les ‚dévorants de gueule‘“, d.h. mit einer nfr-ḥr-Konstruktion. Zwischen dem Kopf und Schlund des Rindes (F11 𓄉) und dem Mund (D2𓏤1 𓂋) ist senkrecht noch ein halbes Quadrat verfügbar, das mit einer Präposition m gefüllt werden könnte, z.B. mit Aa56.

Rechte Seite (B)

Horusstelen Spruch B

(Textverlauf von der Oberseite und rechten Schmalseite der Horusstele, über den Sockel der Horusstele (rechte Seite) und die Rückseite der Horusstele zum Mantel des Würdenträgers.)

[Oh alter Mann, der sich] zu seiner Zeit [verjüngt], (oh) Greis, der als Jugendlicher agiert (wörtl.: den Jugendlichen spielt), mögest du veranlassen, dass Thoth zu mir auf meine Stimme hin kommt, damit er für mich das Wildgesicht (Neha-her) vertreibt. Osiris ist auf dem Wasser; das Horusauge ist bei ihm; der große Flügelskarabäus steht mit gespreizten Flügeln (schützend) über ihm. Die Große (d.h. die Gotteshand-Göttin?) ist [als?] seine Faust1, den die Götter (schon) als nḫn-Kind geboren haben (?)2Wenn man dem, der eine Bissverletzung hat, zu nahe tritt, dann tritt man dem weinenden/verfinsterten (?) Horusauge ebenfalls zu nahe.

Zurück mit euch, (ihr) Wasserbewohner, [Feind], jener/Feindin, (Un)-Toter/Wiedergänger, [(Un)-Tote/Wiedergänger]in, Widersacher, Widersacherin und so weiter! Erhebt nicht eure Gesichter, (ihr) Wasserbewohner, bis Osiris an euch vorbeigegangen sein wird (oder: so dass Osiris an euch vorbeigehen kann)! (Denn) siehe, er ist auf dem Weg nach Busiris. Versperrt wurde [euer] Maul; [blockiert/verstopft wurde euer Schlund!] [Zurück mit dir, (du) Rebell!] Erhebe [nicht] dein Gesicht gegen den, der 〈auf〉 dem Wasser ist, 〈den, der〉 eine Bissverletzung hat! Sie sind Osiris (wenn er) hinaufsteigt (wört.: beim Hinaufsteigen) zu seiner Barke, um die Neunheit von Babylon zu betrachten! Die Herren der Unterwelt stehen bereit, dich zu bestrafen. [Falls das Wild]gesicht gegen O[siris] (?) [vorgeht, während] dieser auf dem Wasser und das Horusauge bei/über ihm ist, dann wird euer Gesicht umgedreht werden, auf euren Rücken gesetzt (d.h. zum Rücken hin orientiert). [Oh] (ihr) Wasserbewohner, euer Maul wurde von Re verschlossen. Euer S[chlund] wurde von Sachmet verstopft/blockiert. Eure Zunge wurde von Thoth abgeschnitten. Eure Augen wurden von Heka geblendet.

Die Vierergruppe jener großen Götter, die den Schutz des Osiris bereiten, sie sind es, die den Schutz dem, der auf dem Wasser ist, und dem, der eine Bissverletzung hat, bereiten, (d.h. den Schutz) aller Menschen und allen Kleinviehs, die heute auf dem Wasser sind, so dass (?) der, der [eine Bissverletzung hat und der, der auf] dem Wasser ist, wohlbehalten hervorkommen3. Der Schutz des Himmels mit Re in seinem Innern ist der Schutz des großen Gottes vorn im Sarg, ist der Schutz dessen, der eine Bissverletzung hat, und dessen, der auf dem Wasser ist.

Eine aufschreiende Stimme ist im Haus-der-Neith; eine laute Stimme ist [im Großen-Haus; ein gro]ßes [Gejammer] ist im Mund des Katers (oder: der Katze). Die Götter und Göttinnen sagen: „Was ist los? Was ist los?“ bezüglich (?) des Abdu-Fisches bei seiner Geburt. Bremse für mich deine Schritte, (oh) Rebell! (Denn) ich bin Chnum, [der Herr von Herwer. Hüte] dich davor, deine Verletzung (oder: dein Leid) ein zweites Mal zu wiederholen, wegen dessen, was mit dir gemacht wurde (?; oder: was du getan hast) in Anwesenheit der Großen Neunheit! Wende dich doch ab! Weiche doch von mir! (Denn) ich bin Thoth. Hui! Hui!

Oh Re! Bekanntlich hast du nicht (mehr) den Lärm eines heftigen Geschreis gehört seit dem Abend auf jenem Ufer von Nedit. (Es ist) die Stimme jedes Gottes [und jeder Göttin.]4

1 Die Große ist [als?] seine Faust (wr m ḫfꜥ=f bzw. wr.t m ḫfꜥ=f): Siehe Gutekunst, 158. Borghouts, Ancient Egyptian Magical Texts, 111, Anm. 292 vermutet, dass in Textversionen mit wr (ohne t) vielleicht die Kobra-Göttin gemeint ist, aber sagt zugleich, dass das nachfolgende Epitheton eher zur Himmelsgöttin Nut passt. D.h. für ihn ist wr als wr.t zu lesen. Schon Seele, in: JNES 6, 1947, 47, Anm. 44 schreibt für eine Horusstele in Chicago (Inv. 16881), dass wr „written as if it were the name of a goddess“ ist (hieroglyphischer Text nicht publiziert). Auf Horusstele Moskau I.1.a.4963 (Hodjash und Berlev, Nr. 184) steht wr.t (ohne Determinativ), auf Horusstele Milano, Castello Sforzesco 983.63.1 (Sist, in: OrAnt 22, 1983, Taf. XVI) sogar t(ꜣ) wr.t (ohne Determinativ).

2 geboren haben (?) (msi̯.n): Gutekunst erklärt nicht, wie die Form msi̯.n grammatisch zu deuten ist, obwohl sie mehrfach belegt ist. Eigentlich kann nur nṯr.w das Subjekt sein. Gutekunst, 265 versteht die Form von msi̯ ohne n als Partizip zu wr bzw. ꜥpy wr oder eventuell zu =f und mit nṯr.w als direktem Objekt: „der große Sonnenkäfer Api ist in seiner (= Osiris) Faust, der, welcher die Götter (schon) als Kind erschaffen hat.“

3 so dass (?) der, der [eine Bissverletzung hat und der, der auf] dem Wasser ist, wohlbehalten hervorkommen (r pri̯ n.tj [ẖr] [dm.t] [n.tj] ḥr mw wḏꜣ): Gleiche Formulierung auf Heilstatue Turin Cat. 3030. Die Variante mit r wird nicht bei Gutekunst, 119 aufgelistet.

4 Ende des Spruchs fehlt wegen Platzmangel oder stand auf den verlorenen Füßen oder dem verlorenen Sockel.

Linke Seite (C)

= Horusstelen Spruch A und zwei weitere Sprüche

(Textverlauf von der Oberseite und linken Schmalseite der Horusstele über den Sockel der Horusstele (linke Seite) und die Rückseite der Horusstele zum Mantel des Würdenträgers.)

[Worte] zu sprechen von (?) ...?... (??).1 Sei ge[grüßt, du Gott, Sohn] eines Gottes. Sei gegrüßt, du Erbe, [Sohn] eines Erben.Sei gegrüßt, du Stier, Sohn eines Stieres, den [die göttliche Kuh] geboren hat. [Sei gegrüßt, du Horus, der aus Osiris hervorgegangen ist,] den Isis, die Göttliche/Göttin, [geboren] hat. Besprich für mich mit deinen Namen! Rezitiere für mich mit/aus deiner Magie! Besprich für mich mit 〈deinen〉 (wirksamen) Zaubersprüchen! Beschwöre für mich mit deinen Beschwörungen, die du ersonnen hast als diese (?) kunstfertigen Sprüche [aus deinem Mund]. (...) [die dein Vater Geb dir anvertraut hat, die] deine Mutter Nut [dir gegeben hat], die dich gelehrt hat dein Bruder, die Majestät des Vorstehers von Letopolis, um deinen zꜣ-Schutz zu bereiten, um deine mk.t-Protektion/Sicherheit zu wiederholen, um [das Maul] von jedem giftigen Gewürm zu verschließen, (von) denen, die in der Luft (wörtl.: im Himmel) sind, denen, die auf dem Land sind, denen, die im [Wasser] sind, [um die Menschen wiederzubeleben, um die Götter zufriedenzustellen, um] Re mit deinen Lobpreisungen/Gebeten [zu verkl]ären. Komm zu mir, schnell, schnell, heute, so wie [als du gerudert hast im Gottesschiff.]

Mögest du für mich jeden Löwen in der Wüste, jedes Krokodil [im Fluss, jedes beißende (Schlangen)Maul in] seiner Höhle [abwehren]. Mögest du sie mir machen wie einen Kieselstein auf dem Gebirge, wie die Topf[scherbe] eines [Gefäßes] auf/entlang der Straße. Mögest [du mir das/dieses] (zuvor genannte) aufgesprungene/pulsierende (?) Gift beschwören, das in jedem Glied [eines] jeden Mannes und eines jeden Tieres ist, den/das man mir bringt. Hüte dich, dass [deine Worte deswegen (oder: wegen ihr, d.h. des Giftes)] lächerlich gemacht (oder: weggelacht) werden. Sie[he], (wenn) sie (d.h. das Gift) [gegen dich] vorgeht, [(dann) umgekehrt (d.h. dann gehst du ebenfalls gegen sie vor). Siehe, dein Name ist] in mir heute. Lass für mich [dein] Ansehen [mittels deiner Magie] entstehen! [Er]höhe (es) für mich mit deinen wirksamen Zaubersprüchen, um den zu beleben, der eine beengte Kehle hat!

Möge dir Lobpreis gegeben werden durch die Untertanen. Möge Maat für dich in deiner Gestalt (oder: wegen deines Wesens) [gepriesen] werden. Möge [ein Gott] deiner Art gerufen werden. Siehe, man möge mit dir (d.h. mit deinem Namen) heute rufen: „Ich bin Horus, der Retter/Beschwörer!“.

Ein anderer Spruch.
Worte zu sprechen: [...] ... die Goldene, die die Gesichter erhellt. Die Vortreffliche, die Re beschützt (?), der (?) die Goldene kennt. Die (?) den Leib erhellt, die Vortreffliche, zwei Mal. Oh, ich lasse zurück (?). Komm! [...] [zwei] Mal (?). Komm (?), dass du (fem.) ...! Er sucht/begehrt die [Leuchtende?]. Die Leuchtende, die dies getan hat (?). Geschützt (?) ist mein Vater Re. Thoth hat angeordnet drei (?) ... ... befindlich im Himmel (oder: in Nut).

Ein anderer Spruch.
〈Worte〉 zu sprechen: Du sollst ausfließen, sḏḥ.w-Schlange! Du sollst ausfließen, Stierschlange!2 Und umgekehrt. Die Metallwaffe ist für 〈deine〉 Knochen bestimmt (oder: ist in deinen Knochen). Voll3 ist das Große Haus, voll3 ist das große Heiligtum. Feuerbrunst wurde gelegt.4 (Siehe, ich werde sie löschen.)5

1 Die 5 bis 6 Quadrate langen Zeichenspuren lassen sich nicht als das Ende von Spruch B identifizieren. Der Anfang lautet vielleicht ⸢ḏ⸣(d) [mdw] [j]n. Die von Kákosy, 96 wiedergegebenen ḥr nb lassen sich nicht nachvollziehen.

2 Die Kombination von sḏḥ.w (sḏḥ.w-Schlange) und kꜣ (Stierschlange) findet sich schon in Pyramidentextspruch 289 (Sethe, Pyr, § 430.a-b) und in Tb. 149.

3 voll (mḥ): Jelínková-Reymond, 33, Anm. 2 versteht als Imperativ „fülle“ oder „entoure!“ (mit Verweis auf Wb. 2, 123.2-4 „umwinden“ (vgl. mꜣḥ „Kranz“). Die Übersetzung von Klasens, 63 lässt auf ein Adjektiv/Partizip in einem Adjektivalsatz schließen: „The temple is full“.

4 Feuerbrunst wurde gelegt (wdi̯ sḏ.t): Jelínková-Reymond, 33 übersetzt mit einem Imperativ „Mets du feu!“ Ebenso Kákosy, Egyptian Healing Statues, 97 „Lay the fire!“ und Kákosy & Cihó, in: OA 24, 1985, 46. Der Imperativ wäre dann eine Handlungsanweisung für den Magier (so Kákosy & Cihó, in: OA 24, 1985, 46, Anm. c). Klasens, 63 hat ein Passiv: „the fire has been laid. Behold, I extinguish it.“

Ende des verfügbaren Platzes.

Bildbeischriften (D-G)

Sockel Vorderseite (D)

(Textsymbole und 9 Gottheiten, fast alle nach rechts (Betrachterperspektive) orientiert.)

(Textsymbole oder kryptographischer Text, nach rechts orientiert (Betrachterperspektive):) ...?....
(stehende Isis mit verehrend erhobenen Armen:) Isis.
(stehende Nephthys mit verehrend erhobenen Armen:) Nephthys.
(stehende Seschat, mit Schlangenstab in der vorderen und einem Messer in der hinteren Hand:) Seschat.
(stehende Göttin mit einem Skorpion anstelle des Kopfes, die einen Schlangenstab und ein Lebenszeichen hält:) Selkis.
(stehender Gott mit Widderkopf, der zwei Speere in eine Schlange sticht:) Chnum.
(stehende Nilpferdgöttin:) Nut.
(Falke auf Standarte:) anonym.
(löwenköpfige Göttin mit Sonnenscheibe, die eine Schlange mit beiden Händen greift; nach links orientier:) Sachmet.
(Gott mit Widderkopf und Sonnenscheibe, der ein Krokodil speert/harpuniert:) Chnum, der Herr von Hur.
(über dem Krokodil, das von Chnum gespeert wird:) Wildgesicht.

Rückenpfeiler (E)

(5+x Register mit Götterdarstellungen, nach rechts orientiert (Objektperspektive); vielleicht 4 oder 5 Register oben und 1 Register unten verloren.)

x+1. Register
(
Gott [nur Füße erhalten], der auf dem Rücken eines Krokodils steh:) [...].

2. Register
(1. Gottheit: Gott mit 4 Falken/Widder(?)köpfen, einer Messer- und Uräenkrone, der ein Messer in der vorderen Hand hält:) Herr von Ansehen.1
(2. Gottheit: falkenköpfiger Gott mit Doppelfederkrone, Sonnenscheibe und zwei Uräen, der eine Schlange speert:) Month, der Herr von Theben, der große Gott, der Herr des Himmels, der Herr der Zerstückelung der Rebellen.

3. Register
(1. Gottheit: falken(?)köpfiger Gott, der in jeder Hand eine Schlange hält und auf Skorpion und Krokodil steht:) Horus.
(2. Gottheit: ibisköpfiger Gott, der ein Udjatauge darreicht:) Thoth.

4. Register
(1. Gottheit: Zwerg in einer Horizonthieroglyphe, die auf zwei Krokodilen auf einem Kasten steht:) Der große [Gott], der in (?) den Beiden Länder (?) hervorkommt.2
(2. Gottheit: löwenköpfige Göttin mit Sonnenscheibe, die einen Schlangenstab und ein Messer hält:) Sachmet, die Große, geliebt von Ptah.

5. Register
(1. Gottheit: ityphallischer Falke mit Gebkrone, der auf einem Kasten steht, unklares Motiv im Rücken des Falken; er wird von einem Falken mit ausgebreiteten Flügeln, Lebenszeichen und Wedel geschützt:) Horus, der Große, der Herr der Kraft.
(2. Gottheit: stehendes Nilpferd mit Doppelfederkrone, Lebenszeichen und Messer in der vorderen Tatze:) anonym.

1 Kákosy, S. 99 hält die Inschrift für unleserlich. Zur Lesung vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708 Rückenpfeiler, 6. Reg. (Kákosy, 54 und Taf. XIII): nb šf(y.t).

2 Ergänzt gemäß Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, Rückenpfeiler, 8. Reg. von oben (Kákosy, 54 und Taf. XIII).

Rechte Seite (F)

(Auf dem Gewand: 8 Register mit Götterdarstellungen, alle nach rechts (zur Statuenvorderseite hin) orientiert.)

1. Register
(1. Gottheit: Mann, der auf einem Krokodil sitzt und Schlange über dem Kopf sowie Wedel hält:) [Horus, der Retter/Beschwörer (?).]3

2. Register
(1. Gottheit: stehende Göttin mit Krone von Unterägypten, die zwei Krokodilen die Brust gibt:) Neith, die Große, die Gottesmutter.4
(2. Gottheit: [Standarte] mit Doppelfederkrone:) Nefertem, der die beiden Länder beschützt.5
(3. Gottheit: Mumie mit angewinkelten Armen, mit Falkenkopf und (Mond)scheibe auf dem Kopf:) Chons, [...].6
(4. Gottheit: Zwerg mit angewinkelten Armen, der auf zwei Krokodilen steht:) Ptah-Sokar (?).7
(5. Gottheit: Falke mit Doppelfederkrone, der auf dem Goldzeichen steht:) Horus (?), Herr der Kraft (?).8

3. Register
(1. Gottheit: falkenköpfiger Gott mit Doppelkrone, der eine Schlange (?) speert:) Horus, 〈Sohn〉 des Osiris, den Isis, die Göttin, geboren hat.9
(2. Gottheit: Gott mit Löwenhinterteil auf dem Kopf, der zwei Schlangen gekreuzt vor der Brust hält:) Heka.10
(3. Gottheit: Göttin mit Skorpion auf dem Kopf, die zwei Schlangen und zwei Skorpione in der vorderen Hand, ein Messer in der hinteren Hand hält:) Selkis.11
(4. Gottheit: stehendes Nilpferd, das ein Messer in der Hand hält:) Nut, die Große, die die Götter geboren hat.12
(5. Gottheit: widderköpfiger Gott mit Atefkrone, der ein Krokodil speert:) Chnum, der Herr von Hur. (über dem Krokodil:) Zurück, du, Rebell!13

4. Register
(1. Gottheit: Skarabäus mit Menschenkopf und Atefkrone, der auf einem Schenring steht:) Ptah-Tatenen, der Große.14
(2. Gottheit: Nilpferd mit einem Messer in der Vorderpfote, das auf einem Uroboros steht:) Werethekau.15
(3. Gottheit: falken- oder löwenköpfiger Gott, der einen Schlangenstab und ein Messer in den Händen hält:) anonym.16
(4. Gottheit: hockender Pavian mit Hemhemkrone, auf einem Maatsockel:) Chons in Theben, Neferhotep, Horus, der Große, der Herr der Freude.17
(5. Gottheit: stehende Göttin mit Nilpferdkörper (?) und Hathorkrone, die auf einem Krokodil steht, sie hält einen Falken auf der Hand; zwei Schlangen gekreuzt am Unterleib:) Isis, die Große, die Gottesmutter, die Herrin des Himmels.18 

5. Register
(1. Gottheit: stehende Göttin mit Nephthyssymbol auf dem Kopf und hinunterhängenden Händen:) Nephthys, die Gottesschwester(?)19.
(2. Gottheit: falkenköpfiger Gott mit Doppelfederkrone, der eine Schlange hält:) Month.
(3. Gottheit: löwen(?)köpfige Göttin (?) mit Falkenschwanz, die auf einem Thron sitzt, hintere Hand angehoben mit Wedel; vordere Hand hält ein Udjatauge; Doppelfederkrone mit Spirale der roten Krone oder Doppelkrone:) Horus (?) mit seinem (?) göttlichen Auge (?).20
(4. Gottheit: Kobra mit unterägyptischer Krone, die auf einem Papyrusstängel sitzt:) Die sich auf dem Papyrusstängel befindet, die Gottes(?)mutter (?), die Herrin des Himmels.21
(5. Gottheit: stehendes Nilpferd mit Krokodil(?)schwanz, das auf einem Uroboros steht; es hält einen Bogen, zwei Pfeile; hintere Hand rückwärts erhoben mit Wedel Hathorkrone mit Doppelfeder:) Horus, Imi-schenut, der Leuchtende (?).22

6. Register
(1. Gottheit: stehender, krokodilsköpfiger Gott mit Was-Szepter und unklarer Krone:) Sobek.
(2. Gottheit: löwenköpfige Göttin mit Sonnenscheibe(?), die eine große Schlange mit beiden Händen hält:) Sachmet, die den Rebellen bändigt.
(3. Gottheit: geier(?)köpfige Göttin, die eine Schlange und ein Messer hält:) Nechbet, die Weiße von Hierakonpolis.
(4. Gottheit: stehende Göttin mit einem Ohr (?) auf dem Kopf; sie hält einen Schlangenstab und ein Messer:) Die alles (?) hört (?).23
(5. Gottheit: ityphallischer Gott mit Doppelfederkrone, rückwärts erhobenem Arm mit Wedel, auf einem Maatsockel hinter ihm Kapelle mit Lattich:) Min.

7. Register
(1. Gottheit: Göttin mit Maat-Feder auf dem Kopf und verehrend erhobenen Armen in Richtung Skarabäus:) anonym.24
(2. Gottheit: Skarabäus mit Menschenkopf und Hemhemkrone, auf einem hohen Sockel:) Ptah, der von selbst entstanden ist.25
(3. Gottheit: Krokodil mit Sonnenscheibe auf dem Kopf, in einem Schrein (?); zwei Udjataugen über seinem Rücken:) anonym.26
(4. Gottheit: Krokodil mit Sonnenscheibe auf dem Kopf:) Der seinen Namen verbirgt.27
(5. Gottheit Widder mit Sonnenscheibe auf dem Kopf:) Chnum.

8. Register
(1. Gottheit: zwei Skorpione übereinander:) anonym.
(2. Gottheit: stehender, geflügelter Gott mit unklarem Kopf (Scheibe) und drei Papyrusstängeln(?) auf dem Kopf; einen Bogen (?) in der vorderen und ein Messer in der hinteren Hand:) Horus, der Große.28

3 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 2. Reg. (Kákosy, 56 und Taf. IX): Ḥr.w šd.

4 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 3. Reg. (Kákosy, 58 und Taf. IX): Nj.t wr.t mw.t-nṯr nb.t Zꜣw.

5 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 4. Reg. (Kákosy, 58 und Taf. IX): Nfr-tm ḫwi̯ tꜣ.wj.

6 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 4. Reg. (Kákosy, 58 und Taf. IX): Ḫns.w nṯr ꜥꜣ.

7 Fast unleserliche Hieroglyphen (Die Abschrift von Kákosy, 101 ist unverständlich). Dieser Gott ist vielleicht Ptah-Sokar-Osiris von der Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 4. Register von oben (Kákosy, 58).

8 Kákosy, 101 liest ⸮Rꜥw? nb ⸮pḥ.tj?. Dieser Gott (mit Doppelkrone) heißt Ḥr.w ꜥꜣ pḥ.tj auf der Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 3. Reg. von oben (Kákosy, 58).

9 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 5. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ḥr.w 〈zꜣ〉 Wsjr msi̯.n Ꜣs.t.

10 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 4. Reg. (Kákosy, 58 und Taf. IX): Ḥkꜣ.

11 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 4. Reg. (Kákosy, 58 und Taf. IX): Srq(.t).

12 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 5. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Nw.t wr.t msi̯.t nṯr.w.

13  Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 5. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): H̱nm.w nb Ḥr-wr ḥꜣ =k sb(j).t.

14 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 5. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ptḥ-tnn wr.

15 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 6. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Wr(.t) ḥkꜣ.w.

16 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 6. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ḥr.w nṯr ꜥꜣ.

17 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 6. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ḫns.w nb Wꜣs.t nfr-ḥtp Ḥr.w ꜥꜣ nb ꜣw.t-jb.

18 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, Rückenpfeiler, 6. Reg. (Kákosy, 54 und Taf. XIII): ꜥšꜣ.t ḫpr.w.

19 Gottesschwester (?) (⸮sn.t-nṯr?): Kákosy, 102 denkt an eine fehlerhafte Schreibung für Nechbet.

20 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 7. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ḥr.w nḏ jt=f.

21 Kákosy, 103 liest wr.t, aber der Vogel sieht wie einen Geier aus und im Rücken könnte ein Stern stehen. Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 7. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ḥr.jt wꜣḏ.

22 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 7. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ḥr.w wbn jm.j šnw.t.

23 Kákosy, 103 liest und übersetzt Sḏm (?) nb „Who hears(?) everything“ oder Qm nb (ohne Übersetzung). Er verweist auf eine Göttin Sḏm „Hearing“ auf der Heilstatue Neapel 1065 (linke Seite des Rückenpfeilers, 1. Reg., 3. Gottheit): eine verehrende Göttin (Kákosy, 148 und Taf. 44).

24 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, Rückenpfeiler, 3. Reg. von oben (Kákosy, 52 und Taf. XII): anonym.

25 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, Rückenpfeiler, 3. Reg. von oben (Kákosy, 52 und Taf. XII): Ptḥ ḫpr ḏs=f.

26 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, Rückenpfeiler, 2. Reg. von oben (Kákosy, 52 und Taf. XII): anonym.

27 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, Rückenpfeiler, 2. Reg. von oben (Kákosy, 52 und Taf. XII): Jmn-rn=f.

28 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, rechte Seite, 7. Reg. (Kákosy, 60 und Taf. IX): Ḥr.w ꜥꜣ.

Linke Seite (G)

(Auf dem Gewand: 8 Register mit Götterdarstellungen, alle nach links (zur Statuenvorderseite hin) orientiert.)

1. Register
(1. Gottheit: falkenköpfiger Gott mit Hemhemkrone, der auf dem Rücken eines liegenden Stieres steht; er hält Was-Szepter und Lebenszeichen:) Horus, der Triumphator.
(2. Gottheit: Pavian auf dem Rücken eines Stieres:) [...].29

2. Register
(1. Gottheit: Skarabäus über einem Tausendfüßler(?):) Der große Gott, der aus dem Urwasser hervorgekommen ist.
(2. Gottheit: stehende Göttin mit Was-Szepter und Seschatsymbol auf dem Kopf:) Seschat.
(3. Gottheit: schreitender Gott mit Federkrone, der ein unklares feindliches Wesen (einen Frosch?) speert:) Der Herr des Speeres, der mit abschlachtenden (?) zwei Messern (?)30.
(4. Gottheit: Katze auf einem hohen Sockel:) ...?....31
(5. Gottheit: stehender Gott mit dreifachem Schlangenkopf, der zwei Messer hält:) Der mit zahlreichen Köpfen.

3. Register
(1. Gottheit: stehende Göttin mit Hathorkrone, die drei Schlangen und einen Skorpion in der vorderen Hand, ein Szepter(?) in der hinteren Hand hält:) Isis, die Große, die Gottesmutter, die Herrin der Magie.
(2. Gottheit: stehende Göttin mit Nepthyshieroglyphe auf dem Kopf, die drei Schlangen und einen Skorpion in der vorderen Hand, ein Szepter(?) in der hinteren Hand hält:) Nephthys, die Herrin des Himmels, die Fürstin der Beiden Länder.
(3. Gottheit: Pavian mit Mondscheibe, der ein Udjatauge hält (ohne Beischrift); er sitzt auf einem Naos ihm gegenüber löwenköpfige Schlange auf einer Treppe; Beischrift vor der Schlange:) Sachmet, das Udjatauge (?).32

4. Register
(1. Gottheit: hockender Gott mit Krokodilskopf, der eine Schlange mit dem Maul zerbeißt; hinterer Arm rückwärts erhoben mit Wedel:) Sobek.33
(2. Gottheit: stehende Göttin mit Hathorkrone, die eine Schlange diagonal vor sich hält:) Herrin der Sykomore.34
(3. Gottheit: stehender Gott mit einer Scheibe anstelle eines Kopfes, der einen unklaren Gegenstand hält:) [...].35
(4. Gottheit: Falke mit Doppelkrone, der auf dem Rücken eines Nilpferds steht:) Horus, der Große, Herr der Kraft, Herr des Himmels.36
(5. Gottheit: großes, unförmiges Sistrum, mit einer Katze zu beiden Seiten:) Herrin der Schönheit.37

5. Register
(1. Gottheit: Löwin mit Atefkrone, die auf einem Schrein liegt:) Sachmet, die Große, die in Bubastis (?) wohnt.38
(2. Gottheit: stehende Göttin mit Federkrone, die drei Schlangen in der vorderen Hand und einen Speer (?) in der hinteren Hand hält:) Neith, die Gottesmutter, die Herrin von Sais (?).39
(3. Gottheit: stehender löwenköpfiger Gott mit Sonnenscheibe auf dem Kopf; hält eine Nefertemstandarte:) Der die Beiden Länder beschützt (?), der große Gott.
(4. Gottheit: stehende Mumie mit Falken(?)kopf, Feder auf dem Kopf, Mumienbinde in den Händen:) Der mit Plänen (??).40
(5. Gottheit: stehende Mumie mit Krokodilskopf, Feder auf dem Kopf, Mumienbinde in den Händen:) Der in der Erde (?) ist / Der im Land (?) ist.

6. Register
(1. Gottheit: stehende Mumie mit Pavians/Löwen(?)kopf, Feder auf dem Kopf, Mumienbinde in den Händen:) Ihy / der Sistrumspieler.
(2. Gottheit: stehende Mumie mit Falkenkopf, Feder auf dem Kopf, Mumienbinde in den Händen:) Der die Untertanen gedeihen lässt (?).
(3. Gottheit: Widder mit Sonnenscheibe; vor ihm eine hockende Maatgöttin(?); hinter ihm eine geflügelte Göttin mit Delphinstandarte auf dem Kopf:) Banebded / Ba, Herr von Mendes.41
(4. Gottheit: Krokodil auf einem Sockel; auf seinem Hintern steht ein Falkenkopf mit Sonnenscheibe:) Chons, der Große, der aus dem Urwasser hervorgekommen ist.42
(5. Gottheit: Falke/Frosch (?) auf einem Papyrusstängel:) Hapi, der große Gott.43

7. Register
(1. Gottheit: ibisköpfiger Gott Thoth mit verehrend erhobenem Arm und Szepter(?); ohne Beischrift.)
(2. Gottheit: ityphallischer, falkenköpfiger Gott mit Doppelkrone; hinterer Arm rückwärts erhoben mit Wedel; ohne Beischrift.)
(3. Gottheit: stehender, tierköpfiger Gott mit Schlangenstab und Messer:) Nun.44
(4. Gottheit: auf einem Sockel hockender Gott mit Doppelfederkrone; hinterer Arm rückwärts erhoben mit Wedel:) Amun-Re, Stier seiner Mutter (Kamutef), der sich in Pe/Ipet (?) befindet, der große Gott, der Herr des Himmels.
(5. Gottheit: falkenköpfiger Gott mit Doppelkrone, der eine Schlange speert:) Hormerti, der große Gott, 〈der Herr von〉 Horbeit.45

8. Register
(1. Gottheit: Zwerg mit einer Schlange im Mund:) Der Große, mächtig an Kraft.46
(2. Gottheit: falkenköpfiger Gott mit Doppelfederkrone, der eine Schlange in jeder Hand hält:) anonym.47
(3. Gottheit: geflügeltes Wesen mit Atefkrone, das zwei große Lebenszeichen hält:) anonym.
(4. Gottheit: stehende Göttin mit zwei Schlangen in der vorderen Hand und etwas in der hinteren; Kopf der Göttin zerstört.)
(5. Gottheit: stehende Göttin mit Hathorkrone und darüber ein Skorpion; sie hält eine große Kobra in der vorderen Hand und etwas in der hinteren; Beine verloren:) Werethekau, Herrin von Ra-[nefer].48

29 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 3. Reg. von oben (Kákosy, 64 und Taf. VIII): Ḏḥw.tj kꜣ m ⸮jbt? „Thoth, der Stier im Monat (?)“.

30 mit abschlachtenden (?) zwei Messern (?) (⸮m-ꜥ? ⸮ds.wj?): Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 3. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. VIII): nb mꜥbꜣ šꜥ ⸮___?. Dort ist šꜥ (statt m-ꜥ) mit einem Messer determiniert und es folgen zwei identische, unklare Zeichen.

31 ...?... (gg.t): Auf Heilstatue Neapel 1065 (Kákosy, 151 und Taf. XLIII) lautet die Beischrift ⸮Srq? ⸮g(ꜣ).w? ḥr nṯr; auf Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 3. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. VIII) steht ggg.t.

32 Auf der Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 4. Reg. (Kákosy, 64-65 und Taf. VIII) ist die Figur des Pavians ebenfalls ohne eine Beischrift. Auf Heilstatue Neapel 1065 (Kákosy, 152 und Taf. XLIII) lautet die Beischrift Ḫns.w ḥnk wḏꜣ.t. Auf Heilstatue Turin Cat. 3031 (Kákosy, 104 und Taf. XXXII) und Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708 (Kákosy, 64-65 und Taf. VIII) lautet die Beischrift bei der Schlange Sḫm.t wḏꜣ.t. Vielleicht wurde der Text falsch segmentiert und gehört wḏꜣ.t ursprünglich zum Pavian.

33 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 4. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. VIII): Sbk.

34 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 4. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. VIII): nb(.t) nh.t.

35 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 2. Reg. (Kákosy, 62 und Taf. XV): stehender Gott mit Scheibe anstelle eines Kopfes, mit verehrend erhobenen Armen; ein Udjatauge in der Scheibe. Auch hier ist der Gott anonym.

36 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 5. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. VIII): Ḥr.w ꜥꜣ pḥ.tj nb p.t.

37 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 5. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. VIII): zweimal nb(.t) nfr.w. Für dieses Motiv des Hathorsistrums zwischen zwei Katzen mit der Beischrift nb(.t)-nfr.w: siehe: Perdu, in: W. Claes (Hrsg.), Elkab and beyond. Studies in Honour of Luc Limme (OLA 191), Leuven/Paris/Walpole MA, 2009, p. 471.

38 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 7. Reg. (Kákosy, 66 und Taf. VIII): Sḫm.t ꜥꜣ.t ḥr.jt-jb Bꜣs.t; Heilstatue Neapel 1065, Rückenpfeiler linke Seite, 2. Reg. (Kákosy, 149 und Taf. XLIV): Sḫm.t ḥr.jt-jb Bꜣs.t.

39 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 7. Reg. (Kákosy, 66 und Taf. VIII): Nj.t ⸮mw.t-nṯr? nb.t Zꜣw.

40 Kákosy, 106 erwägt die Lesungen sḫr tꜣ.w „der die Länder niederwirft“ und sḫr ḥtp.w „der die Opfergaben ...“.

41 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 2. Reg. (Kákosy, 62 und Taf. XV): Bꜣ-nb-Ḏd.t. Die Zeichnung von Kákosy, 62 ist ungenau und berücksichtigt den Rücken des Widders und den Flügelarm der Göttin Hatmehit nicht.

42 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 7. Reg. (Kákosy, 66 und Taf. IV und XIII): Ḫns.w wr pri̯ m nwn nb 〈...〉.

43 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 5. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. IV und XIII): Ḥꜥpj nṯr ꜥꜣ. Vgl. auf dieser Heilstatue auch der Falke mit Doppelkrone auf einem Papyrusstängel, der hinter dem Krokodil mit einem Falkenkopf auf seinem Hintern steht und Ḥr.w ḥr.j-wꜣḏ=f heißt (linke Seite, 7. Reg.: Kákosy, 66 und Taf. IV und XIII).

44 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 5. Reg. (Kákosy, 64 und Taf. VIII und XIII): Nwn.

45 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 6. Reg. (Kákosy, 66 und Taf. VIII): Ḥr.w-mr.tj nṯr ꜥꜣ nb Šd〈n〉.w.

46 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 6. Reg. (Kákosy, 66 und Taf. VIII): Wr ꜥꜣ pḥ.tj.

47 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, linke Seite, 6. Reg. (Kákosy, 66 und Taf. VIII): anonym.

48 Vgl. Heilstatue des Psammetichseneb Turin Suppl. 9 + Florenz 8708, Rückenpfeiler, 9. Reg. (Kákosy, 54 und Taf. XIII): Wr.t-ḥkꜣ.w nb.t ⸮___?; Heilstatue Neapel 1065, Rücken links, 1. Reg. (Kákosy, 153 und Taf. XLIV und XLVI): Wr.t-ḥkꜣ.w nb(.t) ⸮Rꜥ?-nfr.