science in ancient egypt

 

Metadaten

Papyrus Louvre E 32308 Papyrus Louvre E 32308 Link
Bezeichnung
Papyrus Louvre E 32308
Aufbewahrungsort
FR, Paris, Musée du Louvre
Digitaler Katalog
Erwerbsgeschichte

Der Papyrus wurde 1995 durch den Louvre aus einer privaten Sammlung erworben (Koenig 2004, 291). Wie der Papyrus nach Europa gelangte oder wem er zuvor gehörte, ist jedoch nicht publiziert.

Herkunft
Oberägypten, Deir el-Medineh

Koenig nennt Deir el-Medineh als Herkunftsort des Papyrus (Koenig 2004, 291), ohne genauere Angaben dazu zu liefern. Ob ihm Informationen vom Vorbesitzer vorlagen, ist unbekannt. Es ist denkbar, dass folgende Gründe für die Verortung relevant bzw. ausschlaggebend waren: ähnliche Amulettpapyri wurden in Deir el-Medineh gefunden, darunter auch einer mit einem identischen Vignettenmotiv (Papyrus Deir el-Medineh 44); die Frauennamen Mutemhab und Isis sind in der dortigen Arbeiterschaft belegt (Mutemhab einmal in der 19. und einmal in der 20. Dynastie: Davies 1999, 150 Anm. 23, 292; Toivari-Viitala 2001, 35–36 und 280–281); ähnliche oder identische Sätze finden sich im Turiner magischen Papyrus CGT 54050, der wahrscheinlich aus Deir el-Medineh stammt (paläographisch 20. Dynastie). Die Besitzerin des Amulettpapyrus, Mutemhab, Tochter der (Frau) Isis, ist allerdings nicht in der Arbeitergemeinschaft nachweisbar.

Datierung
Neues Reich, 20. Dynastie, ca. 1190–1077 v. Chr.

Koenig 2004 äußert sich nicht zu der Datierung, in zwei früheren Publikationen wird die 20. Dynastie angegeben (Étienne 2000, 108; Koenig 2002, 132). Die Datierung basiert vermutlich auf dem ähnlichen Amulett Papyrus Deir el-Medineh 44 (2. Hälfte der 20. Dynastie) sowie auf der Paläographie (siehe vor allem die Zeichenkombination D37:X1 und die Ligatur D51:D40). Grammatisch ist das Fehlen der Präposition r im Futur-III schon in der 19. Dynastie belegt, es ist jedoch viel gängiger in der 20. Dynastie, was also ein weiteres Indiz sein könnte.

Textsorte
Amulettpapyrus
Inhalt

Der Amuletttext ist prophylaktisch aufgebaut und richtet sich primär gegen einen potentiellen Wiedergänger. Im Falle eines Angriffs auf (Frau) Mutemhab, Tochter von (Frau) Isis, wird sein Grab zerstört und sein Sarg aufgebrochen werden. Er wird im Himmel und auf Erden vom Mondgott bzw. von Seth verfolgt werden und nicht mehr anlanden können. Mutemhab wird mit dem Kindgott Horus, dem prototypischen Schutzbedürftigen, im Nest von Chemmis gleichgesetzt. Die meisten Sätze finden sich in als Einzelsätze und in anderer Reihenfolge in dem Turiner magischen Papyrus CGT 54050 (Rto 4.5–6, Rto 5.4 und Rto 5.12–13).

Ursprünglicher Verwendungskontext

Der Papyrus wurde in zusammengefalteter Form als Amulett um den Hals, zum Schutz vor den darin genannten übernatürlichen Gefahren, die Mutemhab, Tochter der Isis, befallen könnten, getragen. In der ersten Publikation wurde die Bezeichnung „talisman protecteur“ statt „Amulett“ als quasi synonyme Bezeichnung verwendet (Étienne 2000, 59–60, 108).

Material
Papyrus
Objekttyp
Papyrusblatt
Technische Daten

Der Papyrus hat die Maße 14,6 × 21,6 cm (Höhe × Breite) (Koenig 2004, 291). In gefaltetem Zustand dürfte er schätzungsweise ca. 1,3 × 3,6 cm gemessen haben. Er war schon ausgefaltet, als er im Louvre ankam. Ursprünglich wurde er horizontal zehnmal gefaltet, senkrecht sind sechs oder sieben Faltungen vorhanden (ersichtlich auf dem Farbfoto bei Koenig 2002). Die Stoffschnur, in der er ursprünglich eingewickelt oder an der er festgeknüpft war, ist nicht mehr vorhanden.
Beschriftet ist er nur auf einer Seite (es ist nicht publiziert, ob es die Recto- oder Versoseite betrifft). Auffällig sind die zahlreichen Vignetten, die fünf Sechstel des gesamten Blattes einnehmen. Der Text beschränkt sich auf den unteren linken Quadranten und besteht aus zehn mit schwarzer Schrift ausgeführten hieratischen Zeilen (Koenig 2004, 291).
Die Vignetten können in sechs oder sieben Gruppen unterteilt werden. Im rechten Drittel des Papyrusblattes findet sich (1) oben eine hockende/kniende rote Person mit auf dem Rücken gebundenen Händen (d.h. eine Feindfigur), die von 14 schwarz gezeichneten Krokodilen angegriffen wird. Rote Blutstrahlen (?) kommen aus ihrem Unterleib. Darunter (2) wird eine weitere, diesmal auf dem Bauch liegende rote Person, erneut mit roten Blutstrahlen (?) unter dem Körper, von 7 schwarzen Krokodilen angegriffen. Beide rote Personen sind sicherlich irgendwelche Dämonen, vor denen Bild und Amuletttext den Amulettträger schützen sollen. Unten (3) sind zwei Udjataugen gezeichnet. Im mittleren Drittel liegt oben (4) eine Mumie auf einer Löwenbahre unter einem Baldachin. Vier Köpfe befinden sich unter der Bahre, welche die vier Horussöhne mit den zugehörigen Kanopen darstellen sollen. Ein Text nennt den Schutz der Amulettbesitzerin Mutemhab. Zu beiden Seiten des Baldachins steht eine Fackel. Diese Szene erinnert stark an die Vignette aus Totenbuchspruch 151. Unten (5) schützt von hinten eine messertragende Nilpferdgöttin einen König (?) mit weißer Krone, der ein Krokodil bändigt. Zwischen Nilpferd und König (?) ist ein überproportioniertes sꜣ-Zeichen (Gardiner Sign-List V17) angebracht. Eine ähnliche Darstellung schmückt das Amulett Papyrus Deir el-Medineh 44. Es ist eine Darstellung von Sternbildern am Nordhimmel, die Seth in der Gestalt eines Rinderschenkels (unser Großer Wagen) davon abhalten, Orion-Osiris am Südhimmel anzugreifen (Neugebauer – Parker 1969, 183–194; Koenig 2004, 311–313). Die Identität des Königs (?) ist umstritten (vermutlich nicht Orion?), das Krokodil wird manchmal Hetepredui genannt (Neugebauer – Parker 1969, 184, 194). Im linken Drittel oberhalb des Textes liegt (6) ein Krokodil mit Feder auf dem Kopf über einem kreuzförmigen Gebilde, in dessen vier Ecken sich jeweils eine Fackel befindet. In ähnlichen Vignetten aus Totenbuchspruch 137 A befindet sich ein göttliches Nilpferd über dem Gebilde mit Fackeln. Diese Gruppe (6) wird von der Gruppe mit der Bahre (4) durch (7) einen mit einer Schlange umwickelten Papyrusstängel und vier übereinander befindliche Sterne getrennt.

Schrift
Hieratisch

Die gesamte Beschriftung wurde mit schwarz ausgeführt. Auch der Großteil der Vignetten wurde mit dieser Farbe gemalt; nur in zwei der ganz rechten Vignetten wurde zudem rot für die zu vernichtenden Dämonen genutzt (rot als dämonische Farbe). Koenig 2004 äußert sich nicht zu der Paläographie des Textes. Es ist eine gut lesbare literarische Handschrift mit wenig Ligaturen und gut ausgeformten Zeichen. Die ersten drei Wörter sind sogar hieroglyphisch bis kursiv-hieroglyphisch geschrieben und noch nicht hieratisch. Sofern eine paläographische Studie von Verwaltungsostraka relevant für magische Texte ist, passen die Formen der Zeichenkombination D37:X1 und der Ligatur D51:D40 zu Zeichenformen der 20. Dynastie (D37:X1 s. Wimmer 1995, I, 159 und II, 66; D51:D40 s. Wimmer 1995, I, 161 und II, 81).

Sprache
Neuägyptisch

Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Amulettpapyri, die eine grundlegende mittelägyptische Grammatik verwenden, die teilweise mit Neuägyptizismen durchsetzt ist, wird in diesem Papyrus Neuägyptisch genutzt (Koenig 2004, 302–303). Die Verbalformen Futur-III und Konjunktiv, die Possessivkonstruktion mit dem Artikel und die Orthographie des Pronomens nts sind eindeutige Hinweise. Nur das Satzgefüge von Protasis (Prospektiv) und Apodosis (Futur-III) am Anfang könnte einen mittelägyptischen Ursprung haben.

Bearbeitungsgeschichte

Ein erstes Bild des Papyrus wurde (mit einer sehr knappen Beschreibung) im Jahr 2000 im Zuge eines Katalogs zu einer Ausstellung über altägyptische Magie im Louvre veröffentlicht (Étienne 2000, 59 (Nr. 159), mit Kurzbeschreibung S. 108). Eine weitere Publikation mit Abbildung und etwas längerer Beschreibung stammt von Y. Koenig 2002. Die Erstedition mit Übersetzung, Kommentierung, hieroglyphischer Transliteration und Detailanalyse der Vignetten erfolgte durch Koenig 2004. Eine deutsche Übersetzung findet sich in DigitalHeka.

Editionen

- Koenig 2002: Y. Koenig, Papyrus magique utilisé comme amulette, in: G. Andreu (Hrsg.), Les artistes de Pharaon. Deir el-Médineh et la Vallée des Rois (Paris 2002), 132 (Nr. 72).

- Koenig 2004: Y. Koenig, Le papyrus de Moutemheb, in: Bulletin de l’Institut Franҫais d’Archéologie Orientale 104,1, 2004, 291–326.

Literatur zu den Metadaten

- Davies 1999: B. G. Davies, Who’s Who at Deir el-Medina. A Prosopographic Study of the Royal Workmen’s Community, Egyptologische Uitgaven 13 (Leiden 1999).

- Étienne 2000: M. Étienne, Heka. Magie et envoûtement dans l’Égypte ancienne, Les dossiers du musée du Louvre 57 (Paris 2000), 59 (Nr. 159) und 108.

- Neugebauer – Parker 1969: O. Neugebauer – R. A. Parker, Egyptian Astronomical Texts. III. Decans, Planets, Constellations and Zodiacs, Brown Egyptological Studies 4 (Providence 1969).

- Toivari-Viitala 2001: J. Toivari-Viitala, Women at Deir el-Medina, Egyptologische Uitgaven 15 (Leiden 2001).

Eine vollständige Bibliographie finden Sie hier.

Bearbeiter
Dr. Peter Dils/Dr. Katharina Stegbauer
Bearbeitungsdatum
12.08.2020

Übersetzung und Kommentar

Amulettspruch

[1] Wenn ein Feind, Jener (eine Feindin), ein Untoter, eine Untote oder irgendein Widersacher kommen wird, der kommt, um (Frau) Mutemhab, die (Frau) Isis geboren hat, zu befallen in der Nacht oder am Tag oder zu irgendeinem Zeitpunkt, dann wird man dich in deinem Grab stören (...)
(...) und man wird dich mit Gewalt (?) (oder: in der Nekropole)1 suchen [5] und man wird dir ein Fangnetz (?)2 im Himmel aufstellen (?) (oder: und man wird veranlassen, dass der Mondgott gegen dich ist im Himmel), während Seth gegen dich ist auf Erden, und man wird dich nordwärts treiben lassen, wobei nicht zugelassen wird, dass du anlandest (?)3.
Und ich werde dein Grab einreißen, ich werde dein Ei zerbrechen mit dir, der du einen Spuk gegen Mutemhab, die Isis geboren hat, anrichtest.
Sie ist Horus im Nest von Chemmis4, [10] wobei sie jener Jüngling, der Sohn der Bastet5, ist.6

1 ⸮ḫꜣd?: Koenig 2004, 293, Anm. (f) liest hier ḫꜣd, vergleicht mit dem Verb "être disloqué" und übersetzt "on te recherchera avec violence (?)". Er findet aber eine Teilparallele im Turiner magischen Papyrus CGT 54050, Rto 5.12 (ed. A. Roccati, Magica Taurinensia. Il grande papiro magico di Torino e i suoi duplicati, Analecta Orientalia 56 (Roma 2011)) (= W. Pleyte – F. Rossi, Papyrus de Turin (Leiden 1869), 2. Bd., Taf. 124.12): jw=tw (r) ḥḥ=k m ẖr.t-nṯr mtw=tw wḫꜣ pꜣy=k jz n.tj tw=k m-ẖnw=f: "Man wird dich suchen in der Nekropole und man wird dein Grab, in dem du bist, untersuchen." Er nimmt daher an, dass ḫꜣd eine Fehllesung von ẖr.t-nṯr ist. Aus Koenigs hieroglyphischer Umschrift (S. 323) geht nicht hervor, dass hinter seinem "schlagenden Arm" (D40) noch zwei weitere Zeichen zu erahnen sind. Das von ihm als "schlagender Arm" gelesene Zeichen könnte auch das Fremdlandzeichen (N25) sein, das anschließende Zeichen die Götterstandarte (R8), gefolgt vom Falken auf der Standarte (G7).
2 jḥ oder j⟨ꜥ⟩ḥ: Koenig 2004, 294 Anm. (g) und 317 liest die Gruppe als ꜥḥ: "Fangnetz" und schließt nicht aus, dass auch jḥ: "Seil" als Lesart in Betracht kommt. Das Determinativ von jḥ versteht er als das Seil (V1) mit dem kleinen Oberstrich, den es zu manchen Zeiten auch hieroglyphisch gibt. Es könnte aber auch eine misslungene Wiedergabe des Fangnetzes (T24) sein. Er findet aber eine Teilparallele im Turiner magischen Papyrus CGT 54050, Rto 5.13 (ed. A. Roccati, Magica Taurinensia. Il grande papiro magico di Torino e i suoi duplicati, Analecta Orientalia 56 (Roma 2011)) (= W. Pleyte – F. Rossi, Papyrus de Turin (Leiden 1869), 2. Bd., Taf. 124.13): mtw=tw ḏi̯.t jꜥḥ r=k m tꜣ p.t jw Stš r=k m sꜣṯw: "und man wird veranlassen, dass der Mondgott gegen dich ist im Himmel, während Seth gegen dich ist auf Erden." Er nimmt daher an, dass jḥ eine Umdeutung von jꜥḥ ist. Es wäre aber durchaus möglich, statt Seil oder Fangnetz eine senkrecht gestellte Mondsichel zu lesen und dann würde nur das Ayin fehlen. Die Orthographie von jꜥḥ ohne Ayin ist jedoch im Neuen Reich und danach belegt, so dass gar kein Fehler oder eine Umdeutung erforderlich ist. Allerdings würde man erwarten, dass die senkrecht gestellte Mondsichel gespiegelt orientiert sei.
3 mny.t=k: So setzt Koenig 2004, 323 den Satzteil um, aber über dem =k steht noch etwas, das Koenig nicht berücksichtigt. Entweder ist dies eine misslungene Buchrolle, oder man sollte mny.t n=k "Landepflock/anlanden für dich" lesen (jedoch falsche Reihenfolge von direktem und indirektem Objekt)? Die Schreibung mn.ty erklärt sich vielleicht durch Verwirrung mit den mnj.tjw, den pfählenden Dämonen. Koenig 2004, 295 Anm. (j) und 316 erkennt entweder das Verb mjnj: "anlanden" oder das Substantiv mnj.t: "der Landepflock". Er geht nicht weiter darauf ein, sondern verweist auf Textparallelen für diesen Satz. Im Turiner magischen Papyrus CGT 54050, Rto 5.13 (ed. A. Roccati, Magica Taurinensia. Il grande papiro magico di Torino e i suoi duplicati, Analecta Orientalia 56 (Roma 2011)) (= W. Pleyte – F. Rossi, Papyrus de Turin (Leiden 1869), 2. Bd., Taf. 124.13) steht: mtw=tw tm ḏi̯.t ḫdi̯=k mtw=tw tm ḏi̯.t ḫnti̯=k ⟨m⟩ ṯꜣw: "und man wird nicht zulassen, dass du nach Norden fährst, und man wird nicht zulassen, dass du mit dem Wind nach Süden fährst." Er nimmt daher an, dass mny.t eine Umdeutung von ḫnti̯ ist. Es wäre aber durchaus möglich, statt Spielbrett (Y5) einen Gefäßständer (W17) zu lesen und statt des Landepflocks (P11) das normale Schiff (P1), so dass tatsächlich noch ḫnti̯ da stünde, allerdings mit dem normalen Schiff und nicht mit dem Segelschiff als Determinativ. Die moderne Verwirrung von Y5 und W17 ist auch anderswo belegt (z.B. siehe J. Quack, Beiträge zu einigen religiösen und magischen Texte, in: M. Collier – S. Snape (Hrsg.), Ramesside Studies in Honour of K. A. Kitchen (Bolton 2011), 415 zur Hautkrankheit rmn.t statt r-ḫnt in den Oracular Amuletic Decrees und in pDeM 36, Z. 4). Folgt man dem, dann wären allerdings Emendationen erforderlich: m⟨tw=tw⟩ tm ḏi̯.t ḫnti̯.y=k und vorher mtw=tw ⟨tm⟩ ḏi̯.t ḫdi̯.y=k.
4 Ꜣḫ-bj.t: Die Zeichenspuren sind ziemlich beschädigt und die Einzelzeichen sind unsicher. Im pTurin CGT 54050 ist zunächst die Biene (L2) und danach die Sumpfpflanze (M15) geschrieben. Ob im pLouvre E 32308 zunächst die Sumpfpflanze (M15) oder, wie es Koenig (2004, 323) transliteriert, das Pflanzenbündel (M2) steht, sei dahingestellt. Am Wortende steht möglicherweise noch mehr als das Stadtdeterminativ (O49), mit dem Koenig das Toponym beendet.
5 Bꜣs.t: Die Graphie ist ungewöhnlich. Das erste Zeichen ist kein eindeutiges Gefäß (W1-2), aber ebenso wenig das Haus (O6). Die doppelte Setzung von t und Ei ist verdächtig. Hinter dem Schlangendeterminativ stehen noch unleserliche Spuren.
6 Fast dieselben Sätze finden sich im magischen Papyrus Turin CGT 54050, Rto 4.5-6 (ed. A. Roccati, Magica Taurinensia. Il grande papiro magico di Torino e i suoi duplicati, Analecta Orientalia 56 (Roma 2011)) (= W. Pleyte – F. Rossi, Papyrus de Turin (Leiden 1869), 2. Bd., Taf. 123.5-6): mntf Ḥr.w m sš n.t Ꜣḫ-bj.t / m bjk n.j mḥ 1 jm=f / jw=f m⸮j? ḥwn.y pwy n.j zꜣ Ḥw.t-Ḥr.w: "Er ist Horus im Nest von Chemmis, als Falke von einer Elle darin, wobei er wie (?) jener Jüngling des Sohnes der Hathor ist."

Text über dem Kopf der Mumie auf der Bahre

Der unversehrt Erwachende: seinen Schutz bereiten.

Text zwischen der Bahre und den vier Köpfen auf dem Boden

Den Schutz der Mutemhab, gerechtfertigt an Stimme (?), bereiten.