science in ancient egypt

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Glossar

smt
Definition:

Eine unbekannte Droge; sicher nicht feminin, wie Germers Transkription suggeriert (Arzneimittelpflanzen, 183; vgl. auch Charpentier, Recueil, Nr. 951), sondern der Schreibung nach maskulin. Im DrogWb, 442 wird darin ein Harz oder eine tpnn-, d.h. Kreuzkümmel-ähnliche Frucht vermutet. Germer, Arzneimittelpflanzen, 183-184 enthält sich eines Identifizierungsversuches. Manniche, Herbal, 162 und 166 erwähnt Dioskurides II 184, wo der Kresse (von Dioskurides Κάρδαμον genannt) der ägyptische Name Σεμέθ zugeschrieben wird. Daher identifiziert sie, wie schon Charpentier, smt mit Lepidum sativum. Berendes, Pedanios Dioskurides Arzneimittellehre, 236 merkt allerdings an, dass die von Dioskurides in II 205 unter Ἴβηρις (nach II 184 eine andere Bezeichnung von Κάρδαμον) gegebene Beschreibung der fraglichen Pflanze eher auf die Orientalische Kresse (Erucaria aleppica Gärtn.) als auf Lepidum sativum passen würde. Diese letztere Kresse kommt in Ägypten nicht vor. Vgl. Germer, Handbuch, 115, die ebd. in smt ein pflanzliches Produkt vermutet, ohne dies weiter einzugrenzen. Der Schreibung mit zusätzlichem Ohr-Klassifikator könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Drogenbezeichnung vom Wortfeld smt: „hören, lauschen“ abgeleitet ist, ohne dass sich anhand der wenigen Belege Benennungsgrund oder -motiv für die Droge feststellen ließe.

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