Steingefäß des Chamchonsu (BM EA 37256)

Metadaten

Wissensbereiche
Aufbewahrungsort
Europa » Großbritannien » (Städte K-N) » London » British Museum

Inv. Nr. EA 37256

Erwerbsgeschichte

Im Jahr 1848 bei einer Auktion von Christie’s durch Harry Osborn Cureton für das British Museum erworben. Der Vorbesitzer war Edward James Andrews (1810-1841), ein Maler, der in den Jahren 1837-1838 für Howard Vyse und J.S. Perring Pläne der Pyramiden von Giza erstellte. (Informationen: Website British Museum)

Herkunft
Niltal südlich von Assiut bis zum 1. Katarakt » Theben

Ein wahrscheinlich ähnliches Gefäß wurde in Karnak gefunden (CG 18490: von Bissing 1907, 97). Eine Herkunft aus Theben ist durchaus möglich, denn der Namenstypus ḫꜣm + Gottesnamen ist vor allem im thebanischen Raum belegt (Auflistung im Index von Jansen-Winkeln, Inschriften der Spätzeit; Ausnahmen: Abydos, Kafr Ammar, Leontopolis).

Datierung
von: (Epochen und Dynastien) » Pharaonische Zeit » Dritte Zwischenzeit » 25. Dynastie bis: (Epochen und Dynastien) » Pharaonische Zeit » Spätzeit » 26. Dynastie

Auf der Website des British Museum wird 26. Dynastie als Datierung angegeben. Ein vermutlich ähnliches Gefäß trägt die Kartuschen Psammetichus’ I. (CG 18490: von Bissing 1907, 97). Andrews 1998, 298 liefert folgende Datierungskriterien, die sie zu einer Datierung ans Ende der Spätzeit oder den Anfang der Ptolemäerzeit, d.h. ins spätere 4. Jh., führen: (1) der Name des Begünstigten Ḫꜣm-Ḫns.w kann nicht älter als die späte 25. oder frühe 26. Dynastie sein; (2) die Götterdarstellungen ähneln denen der Metternichstele aus der Zeit Nektanebos’ II.; (3) ein möglicher Fall der sog. ptolemäischen Orthographie. Für die chronologische Frage relevant ist, dass Jansen-Winkeln (Inschriften der Spätzeit) Namen vom Typ ḫꜣm + Gottesnamen nur für die 25. und 26. Dynastie auflistet (mit einer einzigen, ungenau datierten Ausnahme aus der 22.-24. Dynastie). Das genannte Gefäß aus der Zeit Psammetichus’ I. ist bislang nicht mit Abbildungen publiziert, so dass ein Vergleich der Götterdarstellungen nicht möglich ist. Der Fall von ptolemäischer Orthographie ist sehr unsicher und nicht als Datierungsargument verwertbar. Gutekunst 1995, 288 verweist auf das fast obligatorische gemeinsame Auftreten von Horusstelen Spruch B in der „P-R-Version“ mit Spruch C in seiner texttypologischen „Hochphase“ (d.h. ca. 400-250 v. Chr.), er kennt jedoch schon einen älteren Beleg, der bislang in die 26. Dynastie datiert wird (es gibt kein Foto von Horusstele Kairo CG 9411 zur Überprüfung der Datierung). Auch Gutekunsts Kriterium ist nicht chronologisch auswertbar, weil die hier vorliegende Version von B nicht eindeutig der „P-R-Version“ zugerechnet werden kann und weil die Sprüche B und C schon in der Libyerzeit gemeinsam vorkommen. Somit sprechen die Ähnlichkeit mit dem Gefäß von Psammetichus I. (CG 18490) sowie der Verwendungszeitrahmen des Personennamen Chamchonsu beim aktuellen Stand der chronologischen Frage für die 25.-26. Dynastie.

Textsorte
Rezitation(en) » Beschwörung(en)
Inhalt

Zwei Bildregister mit identifizierenden Götterbeischriften; darunter befindet sich ein Textregister. Erhalten ist ein Textblock (11 Textzeilen) mit Horusstelen Spruch B, gefolgt von Spruch C und vom Anfang von Horusstelen Spruch A. Wahrscheinlich setzte sich Spruch A im zweiten Textblock fort, allerdings gehören die erhaltenen Reste der letzten 5 Textzeilen nicht zu diesem Spruch, so dass noch mindestens ein weiterer Spruch (nicht identifiziert) angesetzt werden muss.

Die Version von Spruch B ist verkürzt (bzw. ist bis zum letzten Satz vorhanden, aber mit vielen Auslassungen) und weicht von den üblichen Versionen ab (die Angabe bei Gutekunst 1995, 86, dass Spruch B in der Langfassung obligatorisch ist, wenn Spruch C folgt, ist also für dieses Gefäß zu modifizieren). Auch die Versionen von Sprüchen C und A sind verkürzt, ziemlich verstümmelt und ohne Parallelen nicht verständlich.

Ursprünglicher Verwendungskontext

Quack thematisiert dieses Gefäß in seiner Amulettforschung. Er nimmt an, dass man in ein solches Gefäß Flüssigkeiten einfüllte, die durch die Aufschrift entweder magisch gesichert oder magisch aufgeladen wurden, wodurch sie beim Trinken oder beim Waschen besonders heilkräftig wurden (Quack 2022, 146). Vermutlich war ein solches Gefäß ein Utensil eines heilenden Priesters. Röpke 2018, 383 spricht von einer „ausgesprochen exklusiven Objektgruppe“ im Bereich der „Heilwasserverabreichung“.

Material
Nicht Organisch » Stein » Brekzie
Objekttyp
Artefakt » Behälter » Gefäß » Krüge & Flaschen
Technische Daten

Material: Breccia (Website British Museum; Andrews 1998, 297: „grey-green stone with white veining (probably green brecchia)“).

Maße: Höhe 15.6+x cm; Durchmesser max. 10.3 cm. 

Ovoides Gefäß, das diagonal gebrochen ist. Nur der untere Bereich ist erhalten, die Schulter und die Öffnung sind verloren, der Ansatz eines Henkels ist noch vorhanden. Die erhaltenen Abmessungen und Form sowie das Material erinnern an ein Steingefäß in Kairo (CG 18490), das vollständig erhalten ist. Es ist ein 23 cm hohes Gefäß (ca. 10 cm im Durchmesser) mit schmalem Hals mit einer Öffnung oben von ca. 5 cm, zwei kleinen Henkeln unterhalb des Halses, einem ovoiden Bauch und einem runden Boden. Quack 2022, 146 erwägt, ob die Gefäß(teil)e in Kairo und London Teile desselben Gefäßes sein könnten, aber in beiden Fällen ist der Boden erhalten und die Beschreibung des Stückes in Kairo durch von Bissing (ein Foto ist nicht publiziert) passt nicht zum Text- und Bildprogramm des Stückes in London (Andrews 1998, 297 hat schon klargestellt, dass es zwei verschiedene Gefäße sind).

Soweit die Dekoration erhalten ist, gibt es zwei Bildregister, darunter ein Textregister. Wahrscheinlich ist die Rückseite des Gefäßes erhalten, denn die Bildregister scheinen sich entlang einer imaginären Achse von dieser Achse weg zu spiegeln. Auch im Textregister sind zwei Textblöcke zu rekonstruieren. Dabei ist jedoch auffällig, dass der erhaltene Block mit einer Beschwörung anfängt (Horusstelen Spruch B), gefolgt von einer weiteren Beschwörung, deren Fortsetzung eigentlich im zweiten, „vorderseitigen“ Textblock zu erwarten wäre.

Schrift
Hieroglyphen

Eingraviert. Eine Füllung der Hieroglyphen mit weißer Farbe ist modern (Andrews 1998, 297). Die Abschrift, obwohl gut eingraviert, ist ziemlich fehlerhaft.

Bearbeitungsgeschichte

Im Jahr 1998 von C. Andrews in Foto, Facsimile, Umschrift und Übersetzung publiziert. Gutekunst 1995 konnte das Stück noch nicht kennen, Sternberg-El Hotabi 1999 vermutlich auch noch nicht (oder listet es nicht, weil die Horusstelenikonographie nicht erhalten ist).

Editionen

- C. Andrews, A Stone Vessel with Magical Scenes and Texts, in: W. Clarysse, A. Schoors, H. Willems (Hrsg.), Egyptian Religion. The Last Thousand Years. Part. I. Studies Dedicated to the Memory of Jan Quaegebeur (OLA 84), Leuven 1998, Gs Quaegebeur, 297-310 [P,*F,*U,*Ü,*K].

Literatur zu den Metadaten

- W. von Bissing, Steingefässe (Catalogue général des antiquités égyptiennes du Musée du Caire Nos 18065–18793), Vienne 1907, 97-98 und Taf. III [H, Zeichnung].

- W. Gutekunst, Textgeschichtliche Studien zum Verjüngungsspruch (Text B) auf Horusstelen und Heilstatuen, Diss., Trier 1995.

- J.F. Quack, Altägyptische Amulette und ihre Handhabung (Orientalische Religionen in der Antike 31), Tübingen 2022, 146 [K].

- F. Röpke, Mythologische Erzählungen in den Heiltexten. Band I (a): Allgemeiner Teil und Textsammlung, Heidelberg 2018, 383 [K].

Online-Ressourcen
Autoren
Dr. Peter Dils
Autoren (Metadaten)
Dr. Peter Dils

Übersetzung und Kommentar

Steingefäß des Chamchonsu (BM EA 37256)

Horusstelen Sprüche B, C und A

Zwei Textkolumnen auf dem Bauch des Gefäßes, eine fast vollständig erhalten mit 11 Zeilen; von der zweiten ist nur die linke untere Ecke mit dem Ende von 5 Zeilen erhalten.

Spruch B

[Oh alter Mann, der] sich zu seiner Zeit [verjüngt], (oh) Greis, der als Jugendlicher agiert (wörtl.: den Jugendlichen spielt), mögest du veranlassen, dass Thoth zu mir auf [meine] Stimme hin kommt, [damit er für mich das Wildgesicht (Neha-her) vertreibt.] Osiris ist auf dem Wasser, das Horusauge ist bei ihm. Der große Flügelskarabäus ist als (?) Schutz/Abwehrer (??)1. Man wird dem, der auf dem 〈Wasser〉 ist, nicht zu nahe treten! Man wird Osiris auf (?) [dem Wasser]2 (?) nicht zu nahe treten! (oder: Man wird Osiris nicht zu nahe treten! Haltet [euch]2 fern!) [Versperrt] wurde euer Maul, blockiert/verstopft wurde euer Schlund, (ihr,) die auf dem Wasser seid, damit (?) Osiris an euch vorbeigehen kann. Seht, er ist auf dem Weg nach Busiris.

Zurück, du Rebell! [Erhebe nicht dein Gesicht! (?)3 Re steigt in] seine Barke (?)4, so dass er die Neunheit von Babylon sehen kann. Die Herren der Unterwelt stehen bereit, dich zu bestrafen. (Wenn) das Wildgesicht (Neha-her) kommt, dann wird euer Gesicht umgedreht werden, das (entsprechend) auf [euren Rücken] gestellt ist. [Euer Maul wird von Re verschlossen.] Euer Schlund wird von Isis5 blockiert.

Eine schreiende Stimme ist im Haus-der-Neith, ein Gejammer ist im Mund des Katers (oder: der Katze). Die Götter sagen „Was ist los? Was ist los?“ bezüglich (?) des Abdu-Fisches [bei seiner Geburt].

Wende deinen Schritt ab von mir (oder: meinetwegen), (du) Rebell! (Denn) siehe, ich bin Chnum, der Herr von Hur. Mögest du vernichtet werden in seinem Heiligtum,6 du (?), wegen dessen, was du getan hast in Anwesenheit der Neunheit! Wende dich doch ab beim (?) [...]! (Denn) ich bin ein Gott. Hui! Hui! 〈Re〉 ist wütend (deshalb). (?)

1 Schutz/Abwehrer (??) (⸮ḫsf?): Man erwartet die Faust (D49) in m ḫfꜥ=f „in seiner Faust“. Die Hieroglyphe ist nicht identifiziert, ähnelt in etwa einem Papyrusstängel 𓇅 (M13) oder einem nḏ-Zeichen 𓐩 (Aa27). Andrews, 303, Anm. 7 erwägt die Hieroglyphe des Spindels 𓍙 (U34) ḫsf.

2 Die Lücke kann nicht sicher gefüllt werden, weil diese Textversion zu sehr von den übrigen abweicht.

Auch hier ist die Lücke nicht sicher zu ergänzen. Ein Wachtelküken am Satzanfang ist unklar. Gehört es noch zu sbj, ist es ein Fehler für 〈j〉w (in jw Rꜥw ḥr ṯzi̯ r wjꜣ=f), ist es ein Fehler für m (Vetitiv: „Erhebe nicht dein Gesicht!“), oder ist es der Anfang von wṯs (man erwartet jedoch ṯzi̯)?

4 seine Barke (?) (⸮wjꜣ?=f): Die erhaltenen Zeichenspuren passen nicht wirklich zu wjꜣ.

5 Isis kommt in diesem Zusammenhang nur selten vor. Ein weiterer Beleg ist Horusstele Kairo CG 9403 (Gutekunst, Textgeschichtliche Studien, 196, Nr. 10.3A:2). Dort steht zuvor jw ḫtm rʾ=tn jn Rꜥw, was deshalb hier auch als Ergänzung vorgeschlagen wird (die Lücke am Ende von Z. 4 beträgt ca. 4 Quadrate, weshalb jw weggelassen wird).

6 Mögest du vernichtet werden in seinem Heiligtum (⸮ḥtm?=k m ḫm=f): Bislang ohne Textparallele. Die Zunge bei ḥtm könnte eine Verschreibung für den hieratischen Feind 𓏱 (Z6) sein. Man erwartet nicht, dass ein Feind im Heiligtum vernichtet wird.

Spruch C

Hüte dich vor dem Zwerg! Es ist der Zwerg. Hüte dich vor dem Zugehörigen (?)! Er ist der Zwerg aus Fayence, der 〈am〉 Hals der Neith ist. Halte dich fern von ihm! Zurück, [du, Nehaher!] Wende dein Gesicht ab! Die schreiende Stimme ist eine Klage (?). Ein großes Wehklagen kommt aus dem Mund (?) der Katze, wegen dessen, was du getan hast. 〈Nicht〉 ist es etwas, was 〈ange〉ordnet worden ist [vom Schöpfer].7 {Der vollkommene Phönix} 〈Sobek, der Große〉8, ist gegen dich herausgekommen. Er hat die Zerstückelung deines Leibes durchgeführt. Du sollst dich hüten, (es) zu wiederholen, (du) Rebell (?)! Du sollst abstürzen (?)!9

7 „Es bedeutet, dass die Hände abgeschnitten werden (?) [durch (?)] den vollkommenen Phönix (?).“ Unklare Stelle. In weiteren Handschriften von Spruch C steht n wdd.t pw jn jri̯-st „es ist nicht etwas, was angeordnet worden ist vom Schöpfer“. In diesen Versionen sind die zwei Hände Phoneme von wdd.t/wḏḏ.t. Auf dem Steingefäß sind die negativen Arme zu einer wꜣ-Schlaufe (V4) verändert, das wḏ-Zeichen (V24) zu einem Stoff-s (S29). Ob in dieser Textversion ausreichend Platz für jn jri̯-st ist, sei dahingestellt. Vielleicht wurde es verkürzt zu [jn] Sb{n}〈q〉, mit anschließend {nfr}〈ꜥꜣ〉 als Subjekt von pri̯(.w) r={t}〈k〉 „der Große ist gegen dich vorgegangen“.

8 {Der vollkommene Phönix} (⸮bn(.w)? nfr): Man erwartet Sbk ꜥꜣ „Sobek“.

9 Unklar. In mehreren Versionen von Spruch C findet sich im Anschluss an nkn ḏ.t die Formulierung zꜣu̯ tw sbj, allerdings ohne wḥm. Aber „Hüte dich, deine Verletzung zu wiederholen“ ist ebenfalls in Spruch B und C überliefert. Vermutlich sind hier mehrere Formeln durcheinander geraten. Die Lesung sbn ist geraten. Vielleicht wird sbj wiederholt und anschließend ist jnk oder ntk anzusetzen.

Spruch A

Ich bin (?) / du bist (?)10 Horus11, wenn er (?) aus Osiris hervorkommt, (er,) den Isis, die Göttin/Göttliche geboren hat. Besprich für mich mit deinem Namen!12 Rezitiere für mich mit deinem Zauber! Du sollst retten Chamchons13, der vergrößert/erhellt (?) das Gesicht/Herz (?) des Osiris, des Gottessohnes. Sei gegrüßt, du Erbe, 〈Sohn eines Erben〉! Sei gegrüßt, du Stier, Sohn eines Stieres, den Isis, die Göttin/Göttliche geboren hat.14 [...] kommen [...] er gibt (?) [...alle] Menschen (?) [...] Genosse ... [...] im Norden (?) [...].15

10 Ich bin / du bist (?) (⸮jnk?/⸮ntk?): Die Lesung ist nur geraten. Vielleicht ist auch eine gänzlich fehlgeratene Schreibung von (j:)nḏ 〈ḥr〉=k anzusetzen. Die nachfolgenden Sätze sind sicherlich aus Spruch A der Horusstelen entstanden, aber die Reihenfolge stimmt nicht.

11 Es sieht so aus, dass spätestens mit Ḥrw ein neuer Satz anfängt, z.B. ntk Ḥrw „Du bist Horus“? Der Ansprechpartner =k in den nächsten Sätzen ist Horus und nicht länger ein gefährliches Wesen wie Nehaher.

12 Dieser und der nächste Satz kommen aus Horusstelen Spruch A und zwar unmittelbar nach j:nḏ ḥr=k Ḥrw pri̯ m Wsjr msi̯.n Ꜣs.t nṯr.t.

13 Chamchons (Ḫꜣm-{sw}Ḫns.w): Ranke, PN I, 263.1.

14 Ende der Textkolumne.

15 Ende der Kolumne.

Bildbeischriften

Zwei Register mit Götterdarstellungen, im linken Bereich nach links orientiert, im rechten Bereich nach rechts.

Oberes Register
(Krokodil, darüber eine Schlange, beide nach links orientiert; ihnen gegenüber eine Gottheit (nur ein Fuß erhalten); keine Beischrift erhalten.)
(stehende Göttin mit Bogen und Pfeil; Kopf zerstört:) [Neith, die Große (?), die Gottes]mutter.1
(Göttin, die auf einer Schlange steht und Kopf und Schwanz in den Händen hält; Beischrift nicht erhalten.)
(Krokodil, darüber eine Schlange, beide nach rechts orientiert; Beischrift nicht erhalten.)

Unteres Register
(zwei + x Paviane mit verehrend erhobenen Händen und Sonnenscheibe auf dem Kopf zwischen zwei verehrenden Pavianen:) Gott anbeten, vier [Mal].
(stehende Göttin mit roter Krone, die zwei Krokodilen die Brust gibt:) Neith, die Gottesmutter.
(Skarabäus mit Menschenkopf und Hemhemkrone, der von der Göttin Maat verehrt wird:) Ptah-Soker.
(falkenköpfiger Gott mit Sonnenscheibe auf dem Kopf, der ein Messer vor sich in die Höhe hält:) Siese.
(ibisköpfiger Gott mit Atefkrone (?), der eine Buchrolle hält (?) und einen Rezitationsgestus macht; nach rechts orientiert:) Der Herr von Hermopolis.

1 Die Identifikation der Göttin ist unsicher. Andrews, 299 denkt eher an Astarte oder Waset. Sie verweist auf zwei Darstellungen einer Göttin mit Bogen und Pfeil auf Horusstelen, beide Male anonym.