Naos der Dekaden
Übersetzung und Kommentar
Naos der Dekaden
Vorderseite: Flügelsonne und Königstitulatur (Text A)
(Beischriften zur Flügelsonne auf dem Sturz über der Türöffnung, an jeder Flügelspitze der Flügelsonne.)
(links (Besucherperspektive) von der Flügelsonne:) Behedeti, der große Gott.
(rechts (Besucherperspektive) von der Flügelsonne:) Behedeti, [der große Gott].
(Titulatur (1) von Nektanebos I. auf dem Sturz über der Türöffnung.1)
(nach links (Besucherperspektive):) Es lebe der vollkommene Gott, der Herr der Beiden Länder 𓍹Cheper-[ka-]Re𓍺, der wie [Re] leben möge.
(nach rechts (Besucherperspektive):) 〈〈Es lebe〉〉 der vollkommene Gott, der Herr der Beiden Länder 𓍹[Cheper-]ka-Re𓍺, [der wie Re leben möge.]
(Titulatur (2) von Nektanebos I. auf den Türlaibungen.)
(jeweils 2 Textkolumnen:) [... ... ...].2
(Titulatur (3) von Nektanebos I.; Sockelinschrift.1)
(nach links (Besucherperspektive):) Es lebe der [König] von Ober- und Unterägypten 𓍹Cheper-[ka-]Re𓍺, [der wie Re leben möge].
(nach rechts (Besucherperspektive):) 〈〈Es lebe〉〉 der Sohn des Re 𓍹Nechtnebef𓍺, [der wie Re leben möge].
1 Es handelt sich um eine spiegelsymmetrische Inschrift, die in der Mitte anfängt.
2 Komplett entfernt bzw. unleserlich. Laut von Bomhard, Naos of the Decades, 22 scheinen die Textkolumnen Kartuschen zu enthalten, einmal vielleicht der Name Cheperkare auf der rechten Laibung (Besucherperspektive).
Innenseite (Text B-C)
Rückwand: Darstellung der Statue des Schu (Text B)
(hockender Löwe mit Doppelfederkrone und Kobra auf dem Kopf, nach rechts (Betrachterperspektive) gerichtet.)
(Flügelsonne mit zwei Kobras über der Löwendarstellung.)
(unter dem linken Flügel (Besucherperspektive):) Behedeti, der große Gott, der Herr des Himmels, der getüpfelt Gefiederte, der am/aus dem Horizont hervorkommt.
(unter dem rechten Flügel (Besucherperspektive):) Behedeti, der große Gott, der Herr des Himmels, der getüpfelt Gefiederte, der am/aus dem Horizont hervorkommt.
(über dem Löwen; vor der Federkrone:) Schu, der Herr des Per-wr-Heiligtums, der in Haus-des-Christdornbaumes (Safṭ el-Ḥenneh) wohnt.
(über dem Löwen; hinter der Federkrone:) Silber (mit einem) Beschlag aus Reingold, so wie das, was auf der Schriftrolle der Gottesworte/Hieroglyphen steht.
(vor dem Löwen:) Höhe: 4 Handflächen (= 30 cm).1
1 Handfläche (šzp): Das Längenmaß „Handfläche“ hat eine Länge von 7,5 cm. Der Naos hat im Innern eine Grundfläche von ca. 48 cm Breite und 45 cm Tiefe und ist 88 cm hoch. Die gleiche Inschrift mit demselben Maß ist besser erhalten auf dem Naos der Göttin Tefnut, die durch eine Zeichnung von Sharpe von 1841 bekannt ist: von Bomhard, 26; Yoyotte, in: JNES 13, 1954, 81, Fig. 1. Laut Hohneck Naoi, 2020, Bd. 2, 300 könnte sich die Höhe von 30 cm auf den Falkenkörper beziehen, ohne die Federkrone zu berücksichtigen. Die Gesamthöhe könnte eine Elle (ca. 52,5 cm) betragen haben. Er verweist für die Interpretation der Maßangaben auf F. Hoffmann, Measuring Egyptian Statues, in: J. Steele und A. Imhausen (Hrsg.), Under One Sky. Astronomy and Mathematics in the Ancient Near East (AOAT 297), Münster 2002, 109-119.
Innenwände: Götterdarstellungen mit Beischriften (Besucherperspektive) (Text C)
links (3 Register mit Götterdarstellungen, zum Eingang des Naos hin orientiert)
oberes Register
(1. Gottheit: Löwe (oder falkenköpfiger Sphinx) mit weißer Krone:) [... ... ...].
(2. Gottheit: menschenköpfiger Sphinx mit Ka-Armen auf dem Kopf, darüber ein Serech:) [... ... ...].
(3. Gottheit: menschenköpfiger Sphinx mit Ka-Armen auf dem Kopf, darüber ein Serech:) [... ... ...].
mittleres Register
(1. Gottheit: Sphinx:) [... ... ...].
(2. Gottheit: Krokodil mit Amunfederkrone:) [... ... ...].
unteres Register
(1. Gottheit: falkenköpfiger Stier mit Doppelfederkrone, der eine Schlange zertritt:) [...], [der die] Feinde (?) [...], der die Apophis-Schlangen tötet.
(2. Gottheit: falkenköpfiges [Krokodil(?)] mit zerstörter Krone:) [... ... ...].
rechts (3 Register mit Götterdarstellungen, zum Eingang des Naos hin orientiert)
oberes Register
(1. Gottheit: zerstört:) [... ... ...].
(2. Gottheit: zwei Löwen gekreuzt vor einander, der hintere Löwe mit einer Sonnenscheibe auf dem Kopf:) [... ... ...].
mittleres Register
(1. Gottheit: thronender pantheistischer Gott (Skarabäentorso, Falkenschwanz), Kopf zerstört:) [… … …] alle (?) […].
(2. Gottheit: thronender pantheistischer Gott (Menschenkopf, Doppelkrone, Skarabäentorso, Falkenschwanz):) Horus, der Große, der Herr von Hügel-des-Christdornbaumes (Iat-nebes), [… … …].
unteres Register
(1. Gottheit: zwei Löwen gekreuzt vor einander; der vordere Löwe mit […]kopf und Amunfederkrone; der hintere Löwe mit Falken(?)kopf und einer Sonnenscheibe auf dem Kopf:) […], [der die] Feinde […].
(2. Gottheit: ithyphallischer Gött mit Doppelfederkrone, einem Löwengesicht (?), rückwärts erhobenem Arm mit Wedel, Falkenschwanz:) [… … …], der im (?) Christdorn ist.
Außenseite (Text D-G)
links (Besucherperspektive)
- Register: Kosmogonie und 1. Dekade
- Register: 2.-5. Dekade
- Register: 6.-9. Dekade
rechts (Besucherperspektive)
- Register: 10.-13. Dekade
- Register: 14.-17. Dekade
- Register: 18.-21. Dekade
Rückwand
- Register: 22.-26. Dekade
- Register: 27.-31. Dekade
- Register: 32.-37. Dekade/Epagomene
Darstellungen über der Kosmogonie (Text D)
links (Besucherperspektive)
(3+x thronende Gottheiten, nach links orientiert (d.h. zur Rückseite hin); vor ihnen jeweils Textkolumnen; unter den Gottheiten eine Textzeile mit nach rechts orientierten Hieroglyphen.)
(1. Gottheit: thronende Mumie mit Ibiskopf, die eine Buchrolle hält:) [Thoth (?), … der] die Sachen [kennt (?)], Herr der Bücher, [gemäß dessen Befehl die] Messerdämon[en] agieren (?), […] im (Ort) Hügel-des-Christdornbaumes, Schreib[er … …], Herr des Gaues des Tores-des-Fremdlands (?)1.
(2. Gottheit: thronende Mumie mit Falkenkopf, der einen Wedel hält:) [… Haus/Hügel-des]-Christdornbaumes, Herr des Himmels, König der Götter, [… … …] der tötet (?) […].
(3. Gottheit: thronende Mumie mit zerstörtem Oberkörper:) […,] der die Rebellen [tötet o.ä.]2.
(Textzeile unter den thronenden Mumien:) [… … …] in (dem Ort) Hügel-des-Christdorns. Sie/Es (d.h. ein Gebäude in Jꜣ.t-nbs?) ist auf dem Sand (oder: der Sandfläche) im Süden des (Gebäudes) Haus-der-Haarlocke.
(Doppelregister links von den 3+x thronenden Gottheiten)
(oberes Register mit 4 Pfeilen, einem Bogen, einem Opferständer (?) und 2+x Bäumen (?):)
(unteres Register mit x+4 Opferständer mit Flamme (Brandopfer?), Libation und Vogelnetz(?):) Libation.
1 Gaues des Tores-des-Fremdlands (⸢spꜣ,t⸣ Rʾ-ḫꜣs,t oder ⸢spꜣ,t⸣-rʾ): Safṭ el-Ḥenneh liegt im 20. u.äg. Gau nahe dem Eingang zum Wadi Tumilat und könnte somit „Tor des Auslands“ heißen. Von Bomhard, Naos of the Decades, 49 vermutet, dass unter dem Fremdlandzeichen noch eine Hieroglyphe stehen könnte: rʾ-jꜣb.tt oder rʾ-ḫꜣs.t-jꜣb.tt.
2 [tötet o.ä.]: Von Bomhard, Naos of the Decades, 50 denkt an die Verben [md]s „niedermetzeln, zerschneiden“ und [qꜣ]s „fesseln“.
Kosmogonischer Text (Text E)
links (Besucherperspektive)
(ca. 23 Textkolumnen, von denen Kol. 1-2 und 23 zerstört sind, zur Vorderseite hin orientiert)
[… … …] des Allherrn, [… … …] Geheimnis, gemacht (?) durch/für (?) die Neunheit, die Kind[er [Kol. 5] des] Re3, die Erscheinungsformen der Götter in ihrer Gesamtheit, alle {alle}4 Bas aller Götter und Göttinnen, die erste Generation/Körperschaft5, die zweite Generation/Körperschaft, die dritte Generation/Körperschaft, die vierte Generation/Körperschaft, die Bas der Achtheit beim Uranfang (wörtl.: ersten Mal), als der Himmel unter ihnen angehoben wurde, um sie zu verjüngen/beleben (?), so dass die Leichname der Götter entstanden. Nicht wird zugrunde gehen das, was Djen (? = Schu?) und die Heh-Götter (?) beim Uranfang (wörtl. ersten Mal) gemacht haben, als er (Schu?) den Himmel von der Erde trennte, indem/nachdem er alle Winde entstehen ließ (oder: erschaffen hat), als er den Himmel auf ihren vier Pfeilern festigte, (wobei) die Himmelsscheiben (Sonne, Mond) in seinem (des Himmels) Innern waren zusammen mit diesen (zuvor genannten?) Bas (der Götter, d.h. die Sterne bzw. die Dekansterne), als er den Erdboden [Kol. 10] vom Wasser trennte, ohne dass es ihre Vereinigung/Vermischung gab (oder: indem sie sich (nicht länger) vereinigen/vermischen würden), als er das Leben vom Tod trennte, indem Leben bei den Menschen, den Göttern und allen (Nutz)tieren war, als er Kampf entstehen ließ, indem/nachdem er Gemetzel verursachte, als er ꜥb.w-Unheil/Unreinheit entstehen ließ, indem/nachdem er die Jahresseuche machte.
Es geschah nun aber, dass die Majestät des Re in Iat-nebes (Hügel-des-Christdornbaums) war. Da schaute seine Majestät zum Osten des Himmels. Daraufhin/Nun sagte seine Majestät zu Thoth: Das ist (also) die Anhebung (oder: das Anheben) des Himmels gegenüber von Iat-nebes, wobei eine treffliche Duat/Unterwelt in der Nekropole existiert, die in Per-iaret (Haus-der-Gelockten) entstanden ist. Veranlasse [Kol. 15], dass ein großer Tempel für die Bas der Götter (d.h. die Dekansterne) in Iat-nebes gemacht wird, damit sie aus dem Himmel auf die Erde kommen, um alle Angelegenheiten/Pläne für jedes Amt, jeden Lebenden, jeden Toten, jedes Gemetzel im Himmel, auf Erden, in der Unterwelt, im Urgewässer, in den Lüften/Winden zu organisieren, wobei es so ist, dass die Majestät des Schu ihr Oberhaupt (d.h. das Oberhaupt der Bas der Götter) ist, (und) wobei es 36 Götter unter ihnen gibt.
Sie sind es, die dies alles tun/gemacht haben (oder: die gemäß ihrem Dekret agieren). [Kol. 20] Sie sind die Begleiter des Re; sie sind es, die den Himmel, die Erde und die Unterwelt der (oder: 〈für〉 die) Götter6 gefestigt haben. Sie sind die Kinder des Re, (der) Sachmet, (der) Nechbet, (der) Bastet, (der) Wadjet, die Boten des Thoth. Sie sind die {Herrin}〈Herren〉, die die Zeitperiod[en] (hier: die Dekaden?) berechnen, [… … …].
3 gemacht (?) durch/für (?) die Neunheit, die Kind[er] (jr.w n psḏ.t msi̯[.t]/ms[.w]): Die Lücke bei ms am Anfang von Kol. 5 ist nicht groß und enthielt vielleicht nur das Determinativ und Pluralstriche (?). Wie jr.w und ms[_] zu deuten sind, ist unsicher. Was ist Subjekt und was ist Objekt? Sind es Verbalformen oder Substantive? Von Bomhard, Naos of the Decades, 54 bietet als Hauptübersetzung „[...] secred enacted by the Ennead (?) who have given birth to Re“, aber auf S. 56, Anm. (a) erwägt sie fünf Übersetzungen: „enacted by the Ennead“ oder „what was done for the Ennead“ bzw. „(the Ennead) who has given birth to Re“, „(the Ennead) to whom Re has given birth“ und „the Children of Re“. Quack (unpublizierte Habilitationsschrift) übersetzt „[...] der Geheimnisse, welche die Neunheit gemacht hat, die Kinder des Re“. Das Verb msi̯ bedeutet auch „Statuen herstellen“. Vielleicht hat Re die Erscheinungsformen aller Götter hergestellt. Die „Kinder des Re“ als Bezeichnung der Götter oder der 36 Dekangötter werden in diesem Text in Z. E.21 genannt.
4 alle {alle} (nb{.t}〈.w〉 {nb.t}): Laut von Bomhard, Naos of the Decades, 56, Anm. (b) ist nb.t absichtlich zweimal zur Intensivierung geschrieben worden („wirklich alle“) und keine Dittographie.
5 Generation/Körperschaft (ẖ.t): Kann mehrere Bedeutungen haben, wie „Generation“ und „Körperschaft“, im astronomischen Sinne anscheinend auch „Konstellation“ (von Bomhard, Naos of the Decades, 56, Anm. (c)). Wenn man ẖ.t tp.jt usw. mit dem Vorangehenden verbindet, könnte man bezüglich der Bedeutung „Konstellation“ denken, dass die Bas der Götter Sterne sind, die sich im Körper der Himmelsgöttin verjüngen. Die Ägypter kannten jedoch mehr als vier Konstellationen. Verknüpft man ẖ.t tp.jt mit den nachfolgenden bꜣ.w ḫmn.jw, könnte man an die vier Gruppen der Achtheit denken: Amun/Amaunet, Nun/Naunet, Huh/Hauhet und Kuk/Kauket. Allerdings liegt kein ausgeschriebener Genitiv vor.
6 die Unterwelt der (oder: 〈für〉 die) Götter (dwꜣ.t nṯr.w): Die „Götter der Unterwelt“ oder die „Götter, die sich in der Unterwelt befinden“ (u.ä.), sind gut bezeugt. „Die Unterwelt der Götter“ (so Quack, unpublizierte Habilitationsschrift) ist hingegen bislang nicht im TLA belegt. „Die Götter“ parallel zu „Himmel, Erde, Unterwelt“ zu betrachten, ergibt irgendwie keinen Sinn.
Text der Dekaden (Text F)
links (Besucherperspektive) (F.1-9)
(Alle Dekanfiguren und alle Dekaninschriften sind nach rechts (aus Besucherperspektive, d.h. zur Vorderseite hin) orientiert.)
1. Dekade (1. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)7
(Text vor dem Bavogel:) [Erster (Monat) der Überschwemmungszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer seitens des Königs für diesen Gott in Iat-nebes im Jahr der Furcht durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.]7
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.]7
(Beschreibung des Dekans der 1. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am]8 Uranfang (wörtl.: beim ersten Mal): Er ist der, der den Tod (oder: die Toten)9 in Oberägypten (?)10 entstehen lässt, der das Gemetzel gibt an die (oder: bei den) Iuntiu-Bogenvölker (?) [... ...] ...?.... Er ist derjenige, der die Hitze (das Fieber?) der hy-Dämonen und der dḥr.t-mw-Dämonen entstehen lässt. Das Gesicht dessen, der [unter] seiner (d.h. des großen Gottes/Dekans) [„Bitternis“-Krankheit ist] (?), ist wie (das) eines Mannes, indem er aus dem Wasser gekommen ist. Seine Opfertiere sind die (jagdbaren) Tiere (oder: das Wild) der Wüste.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [...].
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, ist in dieser Gestalt (als) Herr des Lebens. Das Leben wird von [ihm] erbeten [in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt (als) Herr der Lebenszeit.]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in [seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes).] Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade [in Iat-nebes] gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.
7 Komplette Darstellung/Inschrift zerstört.
8 [Der große Gott am] Uranfang ([nṯr] [ꜥꜣ] [m] zp-tp.j): Der Text fängt bei allen Dekanen gleich an und kann hier entsprechend ergänzt werden.
9 der Tod/die Toten (m(w){r}〈t〉.w): Die gleiche Schreibung an vielen Stellen auf dem Naos. Leitz übersetzt überall „die Toten“, von Bomhard überall „der Tod“.
10 Oberägypten (?) (⸮šmꜥ.w?): Lesung nach von Bomhard, Naos of the Decades, 111 mit Anm. (b), jedoch sehr unsicher. Leitz, Altägyptische Sternuhren, 13-14 denkt an wnw.t „Stunde“. Könnte „Oberägypten“ gemeint sein, oder ist es ein Land weiter südlich?
2. Dekade (2. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Erster (Monat) der Überschwemmungszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer seitens des Königs für diesen Gott in Iat-nebes im Jahr der Furcht durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 2. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große [Gott am Uran]fang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist der, der den Tod im Vorderen (?) Land (Nubien) (?) hat entstehen lassen. Das Gesicht dessen, der unter seiner „Bitternis“-Erkrankung ist, ist wie (das) eines Mannes, der [… ist]. Sein Gesicht ist gerötet; Schweiß (?) ist in seinem Gesicht wie der Geruch von …?.... Wie einer, der durch die [Hitze (Fieber?)] von einem (?) Tag (d.h. Eintagsfieber?) zu Grunde geht, ist er. Wenn er (d.h. der Dekan?) sich auf Erden zeigt, wird er (der Patient?) nicht leben, indem (?) er niedergeworfen ist (?) mit den Großen/Notabeln eines jeden Fremdlandes. Es wird veranlasst, dass Hände …?....
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (hat sich aufgerichtet) in dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, 〈ist〉 der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt (als) Herr der Lebenszeit.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes). Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein 〈schönes〉 Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade [in Iat-nebes].
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.
3. Dekade (2. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Erster (Monat) der Überschwemmungszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer seitens des Königs für diesen Gott in Iat-nebes im Jahr der Furcht durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 3. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der den Tod (oder: die Toten) unter den Bogenvölkern von Nubien zu geben pflegt. Seinetwegen entsteht Furcht in [ihren] Herzen. Das Gesicht dessen, der von seiner (d.h. die vom großen Gott verursachten) „Bitternis“ betroffen ist, ist ängstlich, nachdem er (das Krankheitssymptom) Geklumptes/Gerinnsel (?)11 aufgenommen hat, indem er eine Widersetzlichkeit/Blockierung (?) machte und [Blu]t (?) [...]; sein (d.h. des Patienten) Fieber von drei Tagen.12 Er (d.h. der große Gott) schickt/wirft (?) seine Verhüllung/Bedeckung (?) zu den Medern/Persern (?) (oder: den Nubiern (?))13. Er wütet im Himmel in/mit [...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (hat sich aufgerichtet) in dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt (als) Herr der Lebenszeit.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes). Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [Sein] Ba, [der ewig lebt] (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt [in der Nekropole] (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). [Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.]
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.]
11 Geklumptes/Gerinnsel (?) (qfn.w): Nicht im MedWb gelistetes Krankheitssymptom, das von der Wurzel qfn „backen“ abgeleitet sein wird. In MedWb wird das Verb im Zusammenhang mit Blut als „geronnen“ übersetzt.
12 Der syntaktische Anschluss an das Vorherige ist unklar; es scheint nur ein Satzglied vorzuliegen. Von Bomhard, Naos of the Decades, 115 übersetzt „his fever lasts 3 days“, aber dann müsste n.t zu m emendiert werden. Leitz, Altägyptische Sternuhren, 16 emendiert für die 5. Dekade zu 〈m〉 šmm.t=f n.t hrw 5 „〈in〉 seiner Hitze der fünf Tage“ mit Verweis auf den Dekaden 13 (m dḥr.t n.t hrw 12) und 28 (m dḥr.t n.t hrw 4) (dort mit der dḥr.t-Krankheit statt der šmm.t-Krankheit). Vgl. 2. Dekade: š[mm.t] n.t hrw 1; 4. Dekade: šmm(.t)〈=f〉 n.t hrw 4; 5. Dekade: šmm(.t)=f n.t hrw 5; 6. Dekade: ntf ẖr šmm(.t) n.t hrw 5.
13 Meder/Perser/Nubier (?) (Mty): Liegt eine Bezeichnung für die Meder/Perser vor (so von Bomhard, Naos of the Decades, 115), oder ist es Mdy, eine Region im Sudan (Gauthier, DG 3, 26)? Die Dekaden 1-2 nennen Orte in Oberägypten oder Nubien und zuvor wurden die Jwnt.jw Ztj genannt, was bei Mty ebenfalls eher für einen Ort in Nubien/Sudan spricht.
4. Dekade (2. Register von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Zweiter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer seitens des Königs für diesen Gott in Iat-nebes im Jahr der Furcht durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser], Wind/Luft [und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten].
(Beschreibung des Dekans der 4. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der den Tod unter den Mentiu-Beduinen zu geben pflegt, nachdem er die Fäule (?) 〈in〉 allen Pflanzen entstehen lassen hat. Das Gesicht dessen, der von seiner (d.h. die vom großen Gott verursachten) „Bitternis“ betroffen ist, ist wie (das eines) Mannes, der unter der ꜥꜣr/ꜥr-Krankheit (?)14 und einem Fieber von vier Tagen leidet. 〈Seine〉 Opfertiere sind Windhunde.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (hat sich aufgerichtet) in dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines (?) Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt (als) Herr der Lebenszeit.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes). Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). [Ein schönes Begräbnis wird von ihm] erbeten [während seiner Dekade in Iat-nebes.]
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.]
14 ꜥꜣr/ꜥr-Krankheit (?) (ẖr ꜥꜣr): Das Substantiv ꜥꜣr oder ꜥr mit einem gefangenen Feind als Determinativ (A13 𓀏 oder A14A 𓀑, vgl. in der nächsten Kol. bei ḫr.yt) ist unbekannt. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit dem Krankheitsstoff ꜥr.wt (Lemma-ID 39450). In einem Text bezüglich des vierten Pfeils der Bastet auf einem Naos aus der Zeit Nektanebos’ II. findet sich fast identisch: jw ḥr n(.j) ẖr(.j) dḥr,t =f mj z jw =f ẖr ꜥr.t šmm =f hrw 4 „le visage de la victime de son maléfice est comme (celui d’)un homme victime de la morsure (?) de sa fièvre, quatre fois.” (Rondot, in: BIFAO 89, 1989, 254; statt zp 4 ist hrw 4 zu lesen, wie aus unserem Text eindeutig hervorgeht). Hier ist ꜥr.t mit dem Mann mit der Hand am Mund determiniert (A2 𓀁). Rondot, 256-257 (Anm. f) verbindet ꜥr.t mit ꜥr.t „Unterkiefer“ und übersetzt deshalb mit „Biss“. Von Bomhard, Naos of the Decades, 117 übernimmt den Übersetzungsvorschlag von Rondot als ꜥr.t „a bite (?)“.
5. Dekade (2. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Zweiter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer seitens des Königs für diesen Gott in Iat-nebes] im [Jahr der Furcht durchführen, um das Land vor] Unheil [zu schützen].
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 5. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott] am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der Unruhe in (?) [... ...in] Libyen (?) entstehen lassen hat. Das Gesicht [dessen, der unter seiner „Bitternis“ leidet, er kann nicht (mehr) sprechen15], er kann nicht (mehr) sehen, er kann nicht (mehr) gehen (?) wegen der Fesselung/des Erbrechens (?)16 [... ... ...]. Man ⸢nimmt⸣ seine nach unten hängenden (?) (ob: vor Hunger locker geworden?) Zähne; sein Fieber von 5 Tagen.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [Er kulminiert (hat sich aufgerichtet) in] dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt (als) Herr der Lebenszeit.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes). Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). [Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.]
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.]
15 er kann nicht (mehr) sprechen ([nn] [mdwi̯=f]): Ergänzt nach Dekade 12: [jw ḥr n.j ẖr.j dḥr.t=f] nn mdwi̯.n=f nn mꜣꜣ.n=f nn [...].
16 wegen der Fesselung/des Erbrechens (?) (ḥr qꜣjs): Von qꜣjs ist das Determinativ verloren, was die Interpretation problematisch macht. Es ist entweder das Substantiv qꜣs „Fessel“ (so Leitz, Altägyptische Sternuhren, 16) oder das Verb qjs „erbrechen“ (so eher von Bomhard, Naos of the Decades, 119 mit Anm. (e)). In einem medizinischen Kontext würde „erbrechen“ eher passen.
6. Dekade (3. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Zweiter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 21] bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, [Wind/Luft und Äcker/Felder] werden von ihm in seiner Dekade [in Iat-nebes] erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 6. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der das rote Gewitter im Himmel abwehrt. Er ist derjenige, der Unheil unter allen Pflanzen aussendet17. Das Gesicht dessen, der unter seiner „Bitternis“ leidet, ist wie (das eines) Mannes, der friert. Sein Fleisch/Körper bebt/schaudert, er zittert, er spricht Wörter mit/in ...?.... Sein Gesicht ist (wie das eines) Pferdes. Er ist einer, der an Hitze/Fieber von fünf Tagen (oder: das Fünf-Tage-Fieber) leidet.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [Er] kulminiert (hat sich aufgerichtet) [in] dieser [Gestalt] (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. [Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.]
(Beischrift im Torgebäude:) [Iat-nebes.]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr [des Lebens]. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt (als) Herr der Lebenszeit.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes). Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade [in Iat-nebes.]
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Haus]-der-Haar[locke]. Iat-[nebes].
17 der Unheil...aussendet (wḏi̯ ꜥb(.w)): Eventuell ist nicht das Verb wḏi̯ „aussenden“, sondern das Verb wdi̯ „setzen, stoßen“ gemeint.
7. Dekade (3. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Dritter Monat der Überschwemmungszeit], (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer [für] diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor [Unheil] zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.]
(Beschreibung des Dekans der 7. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der den Tod in der Wüste (und im) Land [...] entstehen lässt. [Das Gesicht von einem, der unter] seiner „Bitternis“ [leidet], trägt ein gesenktes (?) Gesicht, indem er feucht ist ⸢an⸣ allen [seinen] Gliedern (?). [... ... ...] sieben Tage. Er ist derjenige, der die wḥꜣ-Hautkrankheit im ganzen Land entstehen lässt. [... ... ...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. [Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.]
(Beischrift im Torgebäude:) [Iat-nebes.]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [Sein] Ba, [der auf der Erde lebt, (ist)] der Herr ⸢des Lebens⸣. [Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-ne]bes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [Es ist sein] Kultbild in [seinem] Tempel in [(dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes)]. Opfergaben werden an jeden Tempel [während seiner Dekade] gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.]
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.
8. Dekade (3. Register von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Dritter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.]
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden] von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 8. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am Uran]fang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der die Lebenszeit des (?) [...] vernichtet [... ... ...] alle [...] des (?) [...] aller Götter und Göttinnen. [... ... ...] des/für (?) Thoth (?) [...] drei Tage (?) des ... ... ... zur Erde/zu Boden.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [Er kulminiert (hat sich aufgerichtet) in dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes.] Er kommt aus Hut-nebes heraus 〈in〉 seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) [Iat-nebes.]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in] seiner [Dekade] in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [Es ist sein Kultbild] in seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes). [Opfergaben werden an] jeden Tem[pel während seiner Dekade gegeben.]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [Sein Ba, der] ewig [lebt] (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). [Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in] der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis [wird von ihm erbeten während seiner Dekade] in Iat-ne[bes].
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.]
9. Dekade (3. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Dritter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft [und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten].
(Beschreibung des Dekans der 9. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der das Gemetzel entstehen lässt, der (immer wieder) Kampf, Blutbad/Gemetzel, Wut und Unruhe/Aufruhr gibt. Er ist derjenige, der Unheil in allen Fremdländern ausschickt, nachdem er sie in einem heftigen Kampf (wörtl.: in einem Kampf-Kampf) geschlagen hat. Er ist derjenige, der (Sturz)Regen im Himmel entstehen lässt, der alles Kleinvieh des Fremdlandes tötet.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [Sein] Ba, [der auf der Erde lebt,] (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild [in seinem] Tempel [in (dem Ort) Haus-des-Sopdu (und?) in Iat-nebes (oder: in der Domäne des Sopdu in Iat-nebes)]. Opfergaben werden an jeden Tempel während [seiner] Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.]
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Haus-der-Haarlocke. Iat-nebes.]
rechts (Besucherperspektive) (F.10-21)
(Alle Dekanfiguren und alle Dekaninschriften sind nach links (aus Besucherperspektive, d.h. zur Vorderseite hin) orientiert.)
10. Dekade (1. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Vierter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um] das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 10. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): ... ... ...]18
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?)] 〈als〉 Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus 〈in〉 seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) [Iat-nebes.]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]18
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]18
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]18
18 Komplett zerstört.
11. Dekade (1. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Vierter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 11. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): [Er ist derjenige, der ... ... ...] öffnen des Benben-Hauses in [Hel]iopolis [... ... ...-]Fremdvölkerleute. Das ist seine Schlachtung unter (?) denen, die sind in [...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-{iat-}nebes19 heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
19 Hut-{iat-}nebes (ḥw.t-{jꜣ.t-}nbs): Nur in der 11. und 12. Dekade findet sich die kombinierte Form von ḥw.t-nbs und jꜣ.t-nbs. Allerdings sind die 10. und 13. Dekade auf dem gleichen Register zerstört. In der einstigen sonst auf der rechten Außenwand noch lesbaren Beischrift (17. Dekade) steht sehr wahrscheinlich ḥw.t-nbs (die publizierten Fotos bei von Bomhard, 142, und Habachi, Taf. XXX, sind nicht gut lesbar).
12. Dekade (1. Register von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Vierter Monat der Überschwemmungszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 12. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der den Re[gen] (?) entstehen lässt [... ... .... Er ist derjenige, der] den Tod dort (?) [entstehen lässt (?)] bis zum Ende des Jahres in der „Bitternis“ von (?) [... ... .... Das Gesicht dessen, der unter seiner „Bitternis“ leidet], er kann nicht sprechen, er kann nicht sehen, [er kann] nicht [gehen (?)]20 [... ... ...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-{iat-}nebes heraus 〈in〉 seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
20 [er kann] nicht [gehen (?)] (nn [šmi̯=f]): Ergänzt gemäß der 5. Dekade.
13. Dekade (1. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Erster Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land [vor Unheil] zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.]
(Beschreibung des Dekans der 13. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der den Kampf beseitigt [... ... ...] unter (?) denen, die im Wasser sind. Sein Tabu/Abscheu [ist...] in/mit einer „Bitternis“ von 12 Tagen. Sie sind auf/beim [... ... ...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
14. Dekade (2. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Erster Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. ... ... ...]
(Beschreibung des Dekans der 14. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [... ... ...]
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
15. Dekade (2. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Erster Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. ... ... ...]
(Beschreibung des Dekans der 15. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der... ... ...] der, der auf ihren Köpfen ist [... ... ...Das Gesicht/Aussehen dessen, der an] seiner „Bitternis“ [leidet, ist wie (das eines) Mannes, der ... ...], der (?) sich unter den Lebenden befindet.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
16. Dekade (2. Register von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Zweiter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. ... ... ...]
(Beschreibung des Dekans der 16. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der entstehen lässt [den Tod] unter [... ... ...] allen [...]. [Das Gesicht/Aussehen dessen, der an] seiner [„Bitternis“ leidet, ist ... ... ...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
17. Dekade (2. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Zweiter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. ... ... ...]
(Beschreibung des Dekans der 17. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott [am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige], der entstehen [lässt] unter [... ... ...]. Er ist derjenige, der Geb vor [den] Rebellen rettet (?) [... ... ...], nachdem (?) er hat entstehen lassen (?) den Tag des Abwehrens der Bande des Seth. Er ist derjenige, der den König vor den Widersachern rettet (?), nachdem [er] alle Feinde (?) geschlagen hat.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt, (ist) der Herr des Lebens. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade [in Iat-nebes].
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
18. Dekade (3. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Zweiter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. ... ... ...]. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer [für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen. Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.]
(Beschreibung des Dekans der 18. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott [am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der entstehen lässt] den Tod unter den Bogenvölkern von Nubien, nachdem er das Unheil gegeben hat an allen ...?... [... ... ...]. Er ist derjenige, der veranlasst hat, dass jede Widersachlichkeit entsteht in dem, der unter einem Zwei[kampf] (?) ist. [ ... ... ...], um (?) zu vertreiben (?) die Widersachlichkeit. Die Stimme des Stieres schlägt (?)21 in jedem Glied.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
21 schlägt (ḥr ḥ(w)i̯.t): Leitz, Altägyptische Sternuhren, 21 liest ḥr wꜣḥ „liegen“ mit 𓎝𓎛, aber dann wäre ḥr überflüssig und das zweite vertikale Zeichen ist eher A24 (𓀜). Die Kombination ḥwi̯ m ꜥ.t ist bislang nicht in MedWb oder im TLA belegt. Von Bomhard, Naos of the Decades, 145 übersetzt „The voice of the bull is throbbing in all his members“ und erklärt „The meaning is not quite clear. It could be a vivid description of the pulse throbbing because of the strong heartbeat of a feverish person.“
19. Dekade (3. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Dritter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. ... ... ...]
(Beschreibung des Dekans der 19. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am] Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): [Er ist derjenige, der entstehen lässt den Tod] auf den Inseln (?) in der Mitte22, zu (?) denen Verhüllung/Bedeckung (?) mit dem Wind (oder: der Atemluft) des Himmels geschickt wurde. Derjenige, der unter seiner „Bitternis“ ist, macht eine Erstarrung (?), indem ... ... des (?) Himmels. [... ist] in seinem Gesicht, Schwäche (?) in jedem seiner Glieder. Seine Lebensdauer beträgt 4 Tage.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. [Opfergaben werden an] jeden Tempel während seiner Dekade [gegeben].
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
22 Inseln (?) in der Mitte (jꜣ.t.pl ḥr.j.w-jb): Ob hier die Inseln in der Mitte jw.w-ḥr.jw-jb gemeint sind? Leitz, Altägyptische Sternuhren, 22 hat „an den Stätten, die in der Umgebung von ḥbs ...?... sind.“ Von Bomhard, Naos of the Decades, 147 liest „on the mound where there are those to whom oppressing spells (ḥbs) have been sent.“
20. Dekade (3. Register von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Dritter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. ... ... ...]
(Beschreibung des Dekans der 20. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der entstehen lässt] den Wind des Südens (oder: die südlichen Winde) im Himmel. Er ist derjenige, der entstehen lässt [... ... ... in/mit einer] „Bitternis“ von 3 Tagen. Sein Gesicht, es ist eingefallen/schlaff (?) [... ... ...] groß/sehr. Er kann keine Luft (mehr) einatmen, nachdem er Blut gespuckt hat.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [Sein Ba, der auf] der Erde [lebt, (ist) der Herr des] Lebens. [Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in] dieser [Gestalt].
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel in (dem Ort) Haus-des-Sopdu. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
21. Dekade (3. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Dritter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor] Unheil [zu schützen.]
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, [Wind/Luft und] Äcker/Felder werden [von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes] erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 21. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der entstehen lässt den Wind] des Nordens (oder: die nördlichen Winde) im Himmel. Er ist derjenige, der entstehen lässt Verwundungen/Sekrete (?) [... ... ...Ge]metzel am Anfang jeder Periode (d.h. jede Dekade?) im Haus/Tempel [... ... ...] der Wüste (?).
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
Rückwand (F.22-37)
(Alle Dekanfiguren und alle Dekaninschriften sind nach rechts (d.h. zur linken Außenwand aus Besucherperspektive) orientiert.)
22. Dekade (1. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Vierter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.]
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade] in Iat-[nebes erbeten].
(Beschreibung des Dekans der 22. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der ... ... ...]
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [... ... ...]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
23. Dekade (1. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Vierter Monat [der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer] für diesen Gott [seitens des Königs in Iat]-nebes [durchführen], um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 23. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) [Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der ... ... ...]
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. Er] kommt [aus Hut-nebes heraus in] seiner Dekade [seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [... ... ...]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
24. Dekade (1. Register von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Vierter Monat der Peret-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 24. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott [am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der ... ...] im Himmel, der sucht (?) [...] groß (?) in [... ... ...]-Fremdland. Das Gesicht dessen, der unter „Bitternis“ leidet, [ist wie (das eines) Mannes, der ... ... ...] die Lebenden, seine „Bitternisses“ ist gefallen (?).
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [Er] kulminiert (richtet sich auf) [in dieser Gestalt (eines Sterns?)] 〈als〉 Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-ne[bes] heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf [Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [... ... ...]
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist [sein Kultbild] in [seinem] Tempel. [Opfergaben werden an] jeden Tempel [während seiner Dekade gegeben].
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [Sein Ba, der] ewig [lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich)]. Sein Leichnam [wird zu Ruhe gelegt] in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). [Ein schönes Begräbnis wird von ihm] erbeten [während seiner Dekade in Iat-nebes].
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-[nebes]. Haus-[der-Haarlocke].
25. Dekade (1. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Erster Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 25. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist [derjenige, der ...] ... nördlich (?) in/mit seinen [...]. Er ist derjenige, der spuckt (?) als (?) der, der groß an Reinigung (?)23 der (essbaren) Pflanzen aller Felder (?) ist, der ⸢...⸣ macht, die geschehen (?) auf Erden im Kreis/Umlaufbahn (?) seiner 12er-Gruppe24, wenn ihre Barken (?) erscheinen (?) im Himmel. Er ist derjenige, der das Leben 〈der/für〉 alle Lebenden wiederbelebt. (oder: Er ist derjenige, der das Leben aller Lebenden wiederbelebt.)
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) 〈als〉 Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus 〈in〉 seiner Dekade 〈seines〉 Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den [stechenden (?)] Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) [Iat-nebes.]
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
23 derjenige, der spuckt (?) als (?) der, der groß an Reinigung (?) (⸮psg? m wr ⸮wꜥb?): Von Bomhard, Naos of the Decades, 159, Anm. (b-c) stuft ihre ganze Lesung als zweifelhaft ein und schließt nicht aus, dass m twr statt m wr wꜥb zu lesen ist. Für psg, dessen Lesung ebenfalls zweifelhaft ist, bietet sie „to spit, spittle“ (Index S. 274) und „to spray“ (S. 159) in „It is he who [sprays] (?), enhancing the purification of the plants of all the [fields?].“
24 seiner 12er-Gruppe (12=f): Ist mit vier Mal drei Strichen geschrieben, nicht mit dem Zeichen für „10“ und zwei Strichen. Ob hier 12 Stunden oder 12 Sterne gemeint sind, ist völlig unklar. Eventuell ist die erste Gruppe von drei Strichen als Pluralstriche zu qd zu deuten und anschließend psḏ.t=f „seine Neunheit“ zu lesen.
26. Dekade (1. Register von oben, 5. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Erster Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 26. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): [Er] ist derjenige, der entstehen [lässt] den widerwärtigen Wind25 im Himmel am Abend und der die ḫꜣy.t-Augenkrankheit in die Augen gibt26. Er ist der, der die Rebellen-Länder von der Barke (oder: den beiden Barken?) des Re abwehrt, damit die Abendbarke mit günstigem (?) Wind vorankommt, (und er ist der,) der den Weg für die Morgenbarke vorbereitet.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus 〈in〉 seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) [Sein Ba], der auf der Erde lebt. [Das Leben wird] von ihm [erbeten] in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser [Gesta]lt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
25 widerwärtiger Wind (sby.t): Wb. 4, 89.1 „Gegenwind“. Ist hier mit dem Verb sbi̯ (Beinchen D54 𓂻 als Determinativ) und dem Logogramm ṯꜣw geschrieben. Leitz, Altägyptische Sternuhren, 25 und 57 (Index) liest die ganze Gruppe als sbjw. Laut TLA gibt es auch ein Beispiel, wo man sby.t n(.t) ṯꜣw „Gegenwind des Windes“ lesen muss (Sentence-ID IBUBd9moUWs170AZkWdyVarOSS8). Für die sby.w-Winde siehe Leitz, Altägyptische Sternuhren, 23: die bawārīḥ-Winde, heiße Nordwinde von Ende Mai / Anfang Juni, die anschließend für ca. 40 Tagen wehen. Von Bomhard, Naos of the Decades, 161 hat als erste Lesung zbi̯.t als Infinitiv mit ṯꜣw als logischem Subjekt „the rise of the winds“, als Alternative Lesung sbjw „bad winds“.
26 der die ḫꜣy.t-Augenkrankheit gibt (ḏi̯ ḫꜣy.t): Ist der Dekan derjenige, der die Augenkrankheit gibt (so in der Übersetzung Leitz), oder ist es der sby.t-Wind (so in der Übersetzung von Bomhard: dann ist ḏi̯.t zu transkribieren)?
27. Dekade (2. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Erster Monat] der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.]
(Beschreibung des Dekans der 27. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der entstehen lässt [... ... ...] alles Kleinvieh und alles Großvieh. Sie (?) essen [... ... ...] zusammen mit allem, was sie auf Erden in ihrer „Bitternis“ essen.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
28. Dekade (2. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Zweiter Monat] der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) [Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.]
(Beschreibung des Dekans der 28. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der Hapi / die Überschwemmung aus seiner Höhle zieht, um den Schweiß (?) des großen (?) Nun/Urwassers zu verbreiten (?). Er ist derjenige, der den Tod unter den Mentiu-Beduinen entstehen lässt in/mit der „Bitternis“ von 4 Tagen und mit einem Leiden im Bauch. Wenn sein After zugebunden wird, sind alle seine Glieder ... (?). (oder: mit einem Leiden im Bauch, das seinen After zubindet, mit dem Ergebnis, dass alle seine Glieder ... sind.)
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
29. Dekade (2. Regiser von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Zweiter] Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in [Iat]-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 29. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der den Tod unter den Libyern 〈mit〉 seinem Blutbad entstehen lässt. Er ist derjenige, der eine „Bitternis“ von 9 Tagen entstehen lässt. Das Gesicht dessen, der unter seiner „Bitternis“ leidet, ist geschädigt (d.h. entstellt?). Sein Fleisch ist zerstochen (?) wegen des Schreckens mit/in allem seinem bösen Leiden.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade 〈in〉 Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
30. Dekade (2. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Zweiter Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 30. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der das Gemetzel unter den Rebellen, die unter allen Lebenden sind, entstehen lässt. Er ist derjenige, der die Furcht vor dem König in den Herzen eines jeden Großen/Fürsten der Fremdländer entstehen lässt. Er ist derjenige, der alle Widersacher gegen (?) den Herrn des Tempels jeden Tag wieder (er)schlägt.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus 〈in〉 seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
31. Dekade (2. Register von oben, 5. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Dritter Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 31. Dekade; 3 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der die wḥꜣ-Hautkrankheit (oder: wḥꜣ.t-Augenkrankheit)27 anrichtet, nachdem er das Gemetzel in Heliopolis angerechnet hat (oder: mit dem Gemetzel abgerechnet (?) hat)28. Er ist derjenige, der ein Blutbad gegen den Süden, den Norden, den Westen und den Osten anordnet/ausschickt unter allen Lebenden [von allen Fremdländern (?)] aus/in Iat-nebes, der sich auf dem Land befindet (und) der sich auf dem Wasser befindet.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus [in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins] auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
27 wḥꜣ-Hautkrankheit / wḥꜣ.t-Augenkrankheit (wḥ(ꜣ).wy): Das Determinativ des schlechten Pakets mit Ausfluss (Aa3 𓐏) passt besser zu der wḥꜣ-Hautkrankheit als zu der wḥꜣ.t-Augenkrankheit.
28 nachdem er angerechnet hat (ḥsb.n=f): Leitz, Altägyptische Sternuhren, 29 versteht das Verb als „nachdem er über das Unheil (...) Abrechnung gehalten hat.“ Von Bomhard, Naos of the Decades, 171 mit Anm. (b): übersetzt „once he has established the count of the massacres“. Sie interpretiert die Stelle als: „This concerns the count of enemies as victims of sacrifice.“
32. Dekade (3. Register von oben, 1. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Dritter Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm 〈in〉 seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 32. Dekade; 2 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der Böses/Hautkrankheit (?) gibt in [... ...] „Bitternis“. Sein Kopf (?) wird Großes machen (?), indem sein Gesicht (?) verweint (?) ist, indem ... [... ...]
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in [dieser] Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [Es ist sein] Kultbild [in seinem Tempel. Opfergaben werden an] jeden Tempel [während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben].
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [... ... ...]
33. Dekade (3. Register von oben, 2. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Dritter Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 33. Dekade; 2 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der leuchtet (?) und die Dunkelheit (?) vertreibt, [... .... Er ist derjenige, der (?)] den Schutz des Königs [macht (?)], der den Schutz gegen seine Feinde, die aufgezählt sind (?), macht; alle Rebellen gegen [... ...] der König [... ...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) [Er] kulminiert (richtet sich auf) [in dieser Gestalt (eines Sterns?)] (als) Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild [in] seinem [Tem]pel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [Sein Ba], der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird [zu Ruhe] gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm [erbeten] während seiner Dekade in [Iat-nebes].
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Iat]-nebes. Haus-der-Haarlocke.
34. Dekade (3. Register von oben, 3. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Vierter Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 1 bis Tag 10. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm in seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 34. Dekade; 2 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der das Land behütet, der seinen (des Landes?) Schutz gegen die Rebellen organisiert. Er ist derjenige, der die Schlangen, die in [der Erde (?) und (?)] im ⸢Fluss⸣ sind, schlägt. Er erscheint gegen sie als roter Stern29 am Himmel in der Nacht, nachdem er sie geschlagen hat [... ...].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in [seinem] Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) [Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird] zu Ruhe gelegt [in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade] in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) [Iat]-nebes. [Haus-der-Haarlocke.]
29 roter Stern (sbꜣ dšr): Für die mögliche Identifikation des „roten Sterns“ siehe Leitz, Altägyptische Sternuhren, 33-35. Er schließt den Planeten Mars aus, während von Bomhard, Naos of the Decades, 177, Anm. (b) ihn nicht ausschließt.
35. Dekade (3. Register von oben, 4. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) [Vierter Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 11 bis Tag 20.] Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm 〈in〉 seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 35. Dekade; 2 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der Re vor Apophis rettet auf den Sandbänken (?) des Ostens. [Er ist derjenige, der] die „Bitternis“ von einem Tag [entst]ehen [lässt]. Man (?) rettet (jemanden) vor seiner „Bitternis“ in großer Bewusstlosigkeit (?), ohne dass er (noch) sprechen kann wegen der Fesseln / des Erbrochenen (?), [nachdem er Bl]ut [erbrochen hat].
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) als Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild in [seinem Tempel]. Opfergaben werden an jeden Tempel [während seiner Dekade in Per-Sopdu] gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
36. Dekade (3. Register von oben, 5. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Vierter Monat der Sommer-Jahreszeit, (von) Tag 21 bis Tag 30. Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm 〈in〉 seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 36. Dekade; 2 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist derjenige, der Leben und Tod vergibt, die Jahresseuche, [...] Gemetzel (?), der jegliches Unheil zertrampelt (?). Alle Leiden, sie entstehen gemäß [seiner Pläne im Himmel], auf Erden und in der Unterwelt während seiner Dekade.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) (als) Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in dieser Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) [Es ist sein Kultbild in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.]
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). [Sein] Leichnam wird [zu Ruhe gelegt in der Nekropole] (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein schönes Begräbnis wird von ihm erbeten während seiner Dekade in Iat-nebes.
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
37. Dekade (3. Register von oben, 6. Szene)
(Bavogel (1. Göttergestalt) mit Stern auf dem Kopf in einer Barke, die über einer Schlange fährt.)
(Text vor dem Bavogel:) Die fünf epagomenen Tage (wörtl.: die 5 Tage, die über das Jahr hinaus sind). Ein ꜥꜣb.t-Speiseopfer für diesen Gott seitens des Königs in Iat-nebes durchführen, um das Land vor Unheil zu schützen.
(Text hinter dem Bavogel:) Wasser, Wind/Luft und Äcker/Felder werden von ihm 〈in〉 seiner Dekade in Iat-nebes erbeten.
(Beschreibung des Dekans der 37. Dekade; 2 Textkolumnen vor den 4 weiteren Göttergestalten:) Der große Gott am Uranfang (wörtl.: beim Ersten Mal): Er ist das Oberhaupt der Messerdämonen und der Wanderdämonen. Er ist derjenige, der für sie die Pläne über Tod und Leben anordnet, der das Öffnen der Wege für den Gerechtfertigten vor […] veranlasst. [Er] ist derjenige, der den König auf dem guten (d.h. gerechten) Weg führt.
(4 weitere Göttergestalten übereinander hinter dem senkrechten Text.)
(2. Göttergestalt: falkenköpfiger Sphinx auf Torgebäude mit Pfeil und Bogen in den Händen und Doppelfederkrone auf dem Kopf; ein Falkenschwanz am Hintern des Sphinxes:) Er kulminiert (richtet sich auf) in dieser Gestalt (eines Sterns?) (als) Herr des Kampfes. Er kommt aus Hut-nebes heraus in seiner Dekade seines Ausgeschicktseins auf Erden. Er ist derjenige, der den stechenden (?) Tod gibt/verursacht.
(Beischrift im Torgebäude:) Iat-nebes.
(3. Göttergestalt: schreitender Widder mit Löwenkopf, mit oberägyptischer Krone auf Widdergehörn:) Sein Ba, der auf der Erde lebt. Das Leben wird von ihm erbeten in seiner Dekade in Iat-nebes in [dieser] Gestalt.
(4. Göttergestalt: stehende Mumie mit Hundekopf und unterägyptischer Krone:) Es ist sein Kultbild [in seinem Tempel. Opfergaben werden an jeden Tempel während] seiner Dekade in Per-Sopdu gegeben.
(5. Göttergestalt: Mumie auf einer Löwenbahre:) Sein Ba, der ewig lebt (oder: Sein Ba ist am Leben ewiglich). Sein Leichnam wird zu Ruhe gelegt in der Nekropole (oder: Das Zur-Ruhe-Betten seines Leichnams in der Nekropole). Ein [schönes] Begräbnis wird [von ihm] erbeten [während seiner Dekade in Iat-nebes].
(Beischrift unter der Löwenbahre:) Iat-nebes. Haus-der-Haarlocke.
Horizontale Bänderinschrift (Text G)
(Kosmogonischer oder aitiologischer Text30: 9 Textbänder, jeweils 3 pro Seitenwand; die jeweils 3 Textbänder sind pro Wand von oben nach unten zu lesen; zunächst die linke Wand (Besucherperspektive!), dann die rechte und schließlich die Rückwand.)
[...] [Iat/Hut]-nebes, das sbḫ.t-Tor/Portal/Propylon des Himmels. Wenn Re aufgeht, dann ist sein Gesicht zum großen nꜥy.t-Haus/Pflock (?) des (?) [... ... hin gerichtet im] Osten von Ägypten, die geheime Brustwehr/Bastion (?) vorn im Ostgebirge (? oder: vor den Ostgebirgsbewohnern?), der [...] Weg der beiden (?) Himmelsscheiben. (Der Mondgott) Iah fä[hrt] (?) gegenüber von Hut-nebes in der Nac[ht] [...] groß (?), die 36 Sterne, die Arbeitenden/Dekansterne [...]:
Himmel, Erde und Unterwelt sind ihren Plänen (oder: (Sternen)Positionen) unterstellt. (So, wie) sie aufgehen, (so) gehen sie (wieder) unter an/in Richtung auf (?) ihren Tempeln/Häusern in Iat-nebes. [... ... ...] Sie sind diejenigen, die alle Winde in den Himmel geben/verursachen und die den Regen [in/auf ...] geben. Sie sind diejenigen, die veranlassen, dass eine [große (?)] Nilflut hinausgeht [aus] ihrem (d.h. der Flut) [geheimen Ver]steck. Sie sind diejenigen, die Sturmwind geben/verursachen. Sie sind diejenigen, die den Himmel verdecken (?, oder: den Schutz des Himmels bilden?) und die Bewölkung abwehren. Sie verbringen den Tag und sie verbringen die Nacht, sie gehen auf und sie gehen unter, sie erfrischen sich (= regenerieren?) am/beim nördlichen See31. Was den nördlichen See (im) Osten von Iat-nebes angeht, das ist die Duat/Unterwelt des Hauses-der-Messerdämonen in Iat-nebes. Das (d.h. das zuvor genannte Aufgehen, Untergehen und Sich-Erfrischen der Dekanen) ist das Fortschreiten der (Dekan)Götter zum Himmel aus (?) diesem Tor, wenn sie kommen 〈aus〉 der Nekropole in der Duat. (oder: Dieses Fortschreiten der (Dekan)Götter zum Himmel ist aus diesem Tor, wenn sie kommen 〈aus der〉 Nekropole in der Duat.)
Das Kennen der geheimen und verborgenen Geheimnisse der (?) Hathor, der Herrin der Haarlocke, Maat. (oder: Die (?) die Geheimnisse kennt, die die verborgenen Sachen geheim macht, Hathor, die Herrin der Haarlocke, Maat.) Es ist der Zeitpunkt, wenn die Majestät des Re-Harachte im Kampf ist.
30 Kosmogonischer (?) Text: Quack, unpublizierte Habilitationsschrift, vermutet, dass diese Bänderinschriften die Fortsetzung der Kosmogonie (Text E) bilden.
31 nördlicher See (š mḥ.tj): Laut Hannig, HWB, 1188 ist š-mḥ.tj „Nördlicher See“ ein Gewässer im Fayum. Von Bomhard, Naos of the Decades, 198, Anm. (p) kann sich nicht zwischen mr und š entscheiden. Leitz und von Bomhard vergleichen das Verb qbḥ mit der Region Qbḥw, von wo die Zugvögel herkommen und wo sich die Dekane regenerieren (siehe von Lieven, Grundriss des Laufes der Sterne, § 70, 79, 80 und Kommentar S. 156; Edel, Zu den Inschriften auf den Jahreszeitenreliefs der ‚Weltkammer‘ aus dem Sonnenheiligtum des Niuserre, NAWG, Göttingen 1963, 105-110; Egberts, in: JEA 77, 1991, 62-67). Habachi & Habachi, in: JNES 11, 1952, 255 verstehen mḥ.tj nicht als Adjektiv, sondern als Substantiv „Lake of the North“.
Sockelinschriften (Text H-K)
links: Monographie (?) zum Haus der Wanderdämonen (Text H)
(Text in 4 Kol.; 4 Reihen mit 37 Geiern und Sternen; Text in 7 (?) Kolumnen.)
Der Tempel der Wan[derdämonen] in Iat-nebes. Ein großes Nahrungsopfer wird gemacht 〈für〉 (?) den (?), der in ihr ist (?) [...]. Begrüßen/Befragen (?) und Hinausgehen (?) des Armes (?) zum Tempel der Wanderdämonen in Iat-nebes, [... ...] die Stätten (?) des Sandes im Süden des Hauses-[der-Gelockten (?)] [... ...] 36 (Dekanen/Dekaden?) [... ... ...] Götter [...]
[...] Götter [...]
Anfang (des Buches ?) der Erschaffung-des-Lichtes (?)1 im Osten [des] Himmels. [...] ... Nahrungsopfer; Öffnen des Gesichts in allen (?) Ländern (?) [...] offenbaren der verborgenen [...] in ... [...] die geheimnisvollen Türflügel der (?) ... [... ...] Herr der Ewigkeit (?) [...] die Winde ... sie/ihre [...] Land zum [...] Himmel [...].
1 Erschaffung-des-Lichtes (ptḥ wn(y)): Ist der Titel des Priesters von Sopdu in Safṭ el-Ḥenneh. Siehe von Bomhard, Naos of the Decades, 210-211; Leitz, Die Gaumonographien in Edfu und ihre Papyrusvarianten (Soubassementstudien III; SSR 9), Wiesbaden 2014, 359-360; Yoyotte, in: BIFAO 84, 103-104.
rechts: Monographie zum Haus der Wanderdämonen (Text J)
(Text in 9 Kolumnen, gefolgt von 5 hockenden Göttern/Dämonen mit Messern sowie thronendem Thoth; 4 Pfeile (?, Spitze unten) oder Pfeilerstangen, Pflanze.)
Was den Tempel der Wanderdämonen in Iat-nebes angeht, [es wird (dort) gemacht/angerichtet (?)] jeder Tod, jedes Unheil, jede Jahresseuche, [die kommt/ausgeschickt wird (?)2] zur (oder: gegen die) Erde, zum Wasser, zu den Winden, zum Süden und Norden, zum Westen und Osten, zu den beiden Gebirgszügen, zu [allen (?)] Fremdländern [mit (?)] allen ihren Bewohnern (?), durch diese Götter3 [... ...], befindlich auf [...]. [...], sie gehen, sie verbringen die Nacht, um zu [...] alle ihre [...]. (oder: sie gehen und sie legen sich schlafen, bis [...].) Sie geben/verursachen ein Jahr der Furcht ins/im Land, wo die Jahresseuche ist auf/wegen [...]4 [...] den großen Tempel des Thoth, des Vorstehers der Wanderdämonen, in Iat[-nebes (?), ... ... ...].
(vor jedem der fünf Messerdämonen der Name (?).)
(Name (?) des 1. Messerdämons:) [...] Wanderdämonen (?) [...].5
(Name (?) des 2. Messerdämons:) Herr von [...].
(Name (?) des 3. Messerdämons:) Der mit [...] Gesicht.
(Name (?) des 4. Messerdämons:) [... ... ...]
(Name (?) des 5. Messerdämons:) [... ... ...]
(Textzeile vor Thoth:) [...] Iat-[neb]es.
2 die kommt/ausgeschickt wird (?) (⸮[jwi̯]?.t): Das zu ergänzende Verb ist nicht erhalten, weshalb auch die genaue Übersetzung der Präposition r unklar ist. In der Zeichnung bei von Bomhard, Naos of the Decades, 212, Fig. 95 werden Spuren von Schilfblatt (𓇋) und Wachtelküken (𓅱) eingetragen, in der Textkopie bei von Bomhard, 215, Fig. 98 sind diese beide Zeichen ergänzt, dafür werden die Beinchen mit Fragezeichen sowie t (𓂻𓏏) eingefügt. Das Verb jwi̯ lässt sich vielleicht auf Habachi & Habachi, Taf. XXX erahnen. Man kann r adversativ „gegen“ oder direktiv „in Richtung auf“ verstehen. Von Bomhard, Naos of the Decades, 215 denkt an die Verben jwi̯ „kommen“ und zbi̯ „gehen, aussenden“. Hohneck, Naoi, Bd. 2, 295 übersetzt „alle bösen Geister (...) [kommen] zu Lande, zu Wasser (und) in der Luft, nach Süden (und) Norden, nach Westen (und) Osten, in die Berge (und) in die Fremdländer (...)“. Ob die Präposition r einmal „über“, „mittels“ (lokal o.ä.) und einmal Richtung bedeuten kann, sei dahingestellt. Dass Dämonen ihre Krankheiten durch die Luft übertragen, ist als altägyptisches Konzept bekannt, für Erde und Wasser ist es viel weniger klar.
3 diese Götter (nṯr.w jp.w): Sind die fünf hinter dem Text dargestellten Messergötter gemeint?
4 wegen [...] (ḥr š[__]): Hohneck, Naoi, Bd. 2, 295 ergänzt ḥr š[ꜥ.t ...] „wegen dem Ge[metzel ...]“.
5 Wanderdämonen (?) (⸮___? ⸮šmꜣ.y.pl?): Es ist unklar, ob hier die Namen der fünf Messerdämonen stehen, oder das Ende des Textes vorliegt.
Rückwand: Götterkartuschen (Text K)
(2 oder 3 Einheiten: Anfang Lücke; 2 Reihen von jeweils 9(+x?) Kartuschen (max. 13); pyramidenförmiges Gebäude von Sopdu (?).)
oberes Register
(Kartusche 9:) [... ... ...]
(Kartusche 8:) [... ... ...]
(Kartusche 7:) [... ... ...]
(Kartusche 6:) [... ... ...]
(Kartusche 5:) [... ... ...]
(Kartusche 4:) Die vier (?) Götter6, die Herren des östlichen Fremdlandes, [...].
(Kartusche 3:) [...] in Iat-nebes.
(Kartusche 2:) Die Urzeitlichen (?), die Herren von [...]7, Herr/alle von Hut-nebes.
(Kartusche 1:) [...], Herr des Ostens, Herr [...].
unteres Register
(Kartusche 18:) [... ... ...]
(Kartusche 17:) [... ... ...]
(Kartusche 16:) [... ... ...]
(Kartusche 15:) [... ... ...]
(Kartusche 14:) [... ... ...]
(Kartusche 13:) [... ... ...]
(Kartusche 12:) Die Herrscherin aller Götter und Göttinnen, Rat (?)8, [...].
(Kartusche 11:) Der vollkommene Gott, der Herr des Ostgebirges, Sopdu-Re-Atum (?), der Herr von Iat-nebes.
(Kartusche 10:) Horus-Re (?), [...], Herr des Ostens, Herrscher, Gelobter (?)9 von Iat-nebes.
(pyramidenförmiges Gebäude von Sopdu (?) mit umgebenden Feldern (?).)
(vor dem Gebäude:) Anfang/Bestes (?) der Opfergaben (?) [...].
(Kolumne über dem Gebäude:) [... ... ...]
(Kästchen im Gebäude:) [... ... ...]
6 Vier Götter: Vgl. die vier bekannten Naoi aus Safṭ el-Ḥenneh für Schu (= unser Naos), Tefnut (kopiert in Alexandrien, Aufbewahrungsort unbekannt), Geb (sog. Naos von El-Arisch) und Sopdu (heute Kairo). Hohneck, Naoi, Bd. 2, 299 liest nṯr.w nṯr[.wt] nb.w ḫꜣs.t jꜣb.tt [...] „Alle Götter und Göttin[nen] des östlichen Fremdlandes [...]“.
7 Die Urzeitlichen (?), die Herren von [...] (⸮pꜣw,tj.pl? nb(.pl) [...]): Von Bomhard, Naos of the Decades, 222 erwägt die Lesung nṯr.w pꜣw.tjw ⸮tp.jw? [...] nb.w Ḥw.t-nbs „The Primeval Gods [...] Lords of Ḥw.t-nbs“. Hohneck, Naoi, Bd. 2, 299 liest ⸮Pꜣw.tj? nb rʾ.w tꜣ.w nmt.t nb.t Ḥw.t-nbs: „Der Urzeitliche (?), der Herr der Sprachen der Länder (und) jedes Ablaufs (von) Hutnebes.“
8 Rat (?) (Rꜥ(y).t?): Lesung sehr fraglich. Von Bomhard, Naos of the Decades, 222 erwägt die Lesung „Khensit“, d.h. die Göttin Ḫns.t von Safṭ el-Ḥenneh (LGG V, 760), aber ein Kreis und ein t reichen nicht aus, um diesen Namen zu schreiben. Hohneck, Naoi, Bd. 2, 300 verzichtet auf eine Übersetzung.
9 Gelobter (?) (⸮ḥsi̯?): Lesung sehr fraglich. Von Bomhard, Naos of the Decades, 222 erwägt ḥqꜣ ḥs(ꜣ) „grimmiger Herrscher“ und ḥqꜣ nbs „Herrscher des Christdornbaumes“. Hohneck, Naoi, Bd. 2, 300 liest ḥqꜣ ḥs(wt) (m) Jꜣ.t-nbs: „Herrscher der Gunst (von) Jatnebes.“
