Papyrus BM EA 10732

Metadaten

Wissensbereiche
Aufbewahrungsort
Europa » Großbritannien » (Städte K-N) » London » British Museum

Inventarnummer: EA 10732

Digitaler Katalog
Erwerbsgeschichte

Der Papyrus wurde 1925 von P. E. Newberry in Luxor gekauft und kam im Jahr 1950 zusammen mit dessen Bibliothek an das British Museum (Donnat 2019, 245).

Herkunft
Niltal südlich von Assiut bis zum 1. Katarakt » Theben

Die genaue Herkunft des Amuletts ist unbekannt. Er wurde aber 1925 von P. E. Newberry in Luxor gekauft, und aufgrund seines Inhalts bzw. der Parallelen lässt sich auf Deir el-Medineh schließen (Donnat 2019, 245).

Datierung
(Epochen und Dynastien) » Pharaonische Zeit » Neues Reich » 20. Dynastie

Datierung aufgrund der Personennamen und der Paläographie (Donnat 2019, 245246).

Textsorte
Rezitation(en) » Beschwörung(en)
Inhalt

Das Amulett enthält eine Anrufung an die „Herren der Ewigkeit“ zur Abwehr der srf.t-Hautentzündung. Zu diesem Zweck werden diese göttlichen Entitäten kurz charakterisiert und anschließend aufgefordert, die übelbringenden „Untoten“ herauszubringen. Es folgt eine Götterandrohung, in der diesen Untoten bzw. den Herren der Ewigkeit die Konsequenzen genannt werden, sollten sie nicht wie gewünscht handeln – diese Konsequenzen betreffen eine Behinderung von Sonnenlauf und Nilflut, d.h. der kosmischen Ordnung, sowie die Verhinderung von Kulthandlungen für die Götter.

Es folgt eine kurze Nachschrift mit einer Vignette von Göttern, über denen dieser Spruch rezitiert werden soll.

Ursprünglicher Verwendungskontext

Der Spruch wurde auf ein kleines Papyrusblatt geschrieben, das zu einem Amulett gefaltet worden war (s. unten den Abschnitt zu den technischen Daten). Dieses war vermutlich an einer Kette angebracht und sollte um den Hals getragen werden.

Material
Organisch » Faser, Pflanzliche und Tierische » Papyrus
Objekttyp
Artefakt » Schriftmedien » Schriftrolle
Technische Daten

Das Amulett besitzt aktuell eine Höhe von 19,5 cm und eine Breite von 16,5 cm (Donnat 2019, 243). Der Text ist vollständig; bei der Vignette fehlt nur das Hinterteil des Schweins/Nilpferds, so dass nur wenig vom rechten und linken Rand des Papyrus fehlt. Unten links ist ein kleines rechteckiges Stück leerer Papyrus herausgeschnitten oder (sorgfältig) herausgerissen worden.

Der Text ist quer zur Faser geschrieben und steht damit scheinbar auf der Rückseite des Blattes. Vermutlich ist für die Herstellung des Amuletts von einer Papyrusrolle von ca. 20 cm Höhe (ramessidisches Halbformat; zu den Papyrusmaßen s. Černý 1977 (= 1952), 1517) ein ebenfalls 20 cm breites Stück abgeschnitten und für die Beschriftung um 90° gedreht worden (transversa charta). Die jetzige horizontale Dimension des Papyrusamuletts wird der vertikalen Dimension der Rolle entsprechen. Aufgrund dessen kann man postulieren, dass das Amulett ursprünglich ca. 20 cm breit war (vgl. Donnat, a.a.O.).

Nach der Beschriftung ist das Blatt neun Mal horizontal gefaltet worden (sieben Mal von oben, zwei Mal von unten laut Donnat, a.a.O. 244); entlang der Faltkanten ist der Papyrus v.a. im mittleren Teil beschädigt. Die vertikalen Faltungen sind schlecht zu erkennen; die beiden rechteckigen Lücken in der Mitte könnten auf zwei Faltungen in diesem Bereich hinweisen; und etwas weiter rechts könnten die kleinen Löcher am Anfang von Zeile 2 auf eine weitere Faltung hindeuten. In der linken Hälfte scheint das kleine entfernte Papyrusstück in der unteren linken Ecke nicht nur horizontal, sondern auch vertikal entlang einer Faltung gelaufen zu sein. Auf jeden Fall wird das Amulett so gefaltet worden sein, dass die kleine Vignette auf der Rückseite sichtbar blieb.

Schrift
Hieratisch

Die Leserichtung verläuft von rechts nach links. Der Text ist in ramessidischem Hieratisch geschrieben; die Nachschrift ist nicht als Rubrum, aber in einem anderen Duktus geschrieben.

Falls man die Vignetten nicht als reine Bilder, sondern als Logogramme für Götterbezeichnungen lesen möchte, kann man sie eher als (kursiv-)hieroglyphisch beschreiben; die Kartusche der Nefertari schwankt zwischen hieratisch und hieroglyphisch.

Sprache
Ägyptisch-Koptisch » Ägyptisch » Mittelägyptisch » spätes Mittelägyptisch mit neuägyptischen Einflüssen

Insgesamt gibt es nur wenige Konstruktionen, die wirklich aussagekräftig eine Festlegung auf Mittel- oder Neuägyptisch erlauben. In Zeile 3 kommt vermutlich der neuägyptisch Artikel p vor und in Zeile 5 und 6 steht tꜣ, was beides aber auch schon im späteren Mittelägyptisch belegt ist. Die Verwendung von Suffixpronomina statt Possessivartikel entspricht mittelägyptischer Grammatik.

Bearbeitungsgeschichte

Die Erstedition stammt von Donnat 2019, einige Ergänzungen und Verbesserungen finden sich bei Quack 2020.

Editionen

- Donnat 2019: S. Donnat, Le papyrus-amulette British Museum EA 10732 et le billet modèle P. Chester Beatty VII, verso 7, in: Journal of Egyptian Archaeology 105, 2019, 243257.

Literatur zu den Metadaten

- Černý 1977 (= 1952): J. Černý, Paper & Books in Ancient Egypt. An Inaugural Lecture Delivered at University College London, 29 May 1947 (London 1977 (= 1952)).

- Quack 2020: J. F. Quack, Bemerkungen zum Amulettpapyrus pBM EA 10732 und seinen Parallelen, in: Göttinger Miszellen 261, 2020, 155164.

Eine vollständige Bibliographie finden Sie hier.

Online-Ressourcen
Autoren
Dr. Lutz Popko
Autoren (Metadaten)
Dr. Lutz Popko

Übersetzung und Kommentar

Spruch gegen srf-Entzündung

[1] Schriftstück zum Beseitigen jeder (Art) schlimmer srf-Entzündung1:
Seid gegrüßt2, ihr Herren der Ewigkeit, (die) ihr erhaben seid ... (?)3, wenn sie (d.h. ihr) als Fisch(e) ins Wasser hinabsteigen,
die (ihr) 〈als〉Vögel am Himmel fliegt, um den aufzustellen, der im Westen ist!
Veranlasst, dass der, der im Osten ist, herauskommt, um zu [---] ⸢den, der im⸣ (?)4 Westen ist!
Veranlasst, dass der Untote und die Untote herauskommen, um meine Worte zu beachten!
Wenn er5 [meine] Worte nicht beachtet, will ich verhindern, dass die Sonne aufgeht,
will ich verhindern, dass die Nilflut fließt,
will ich verhindern, [5] dass [für] die großen Gött[er, die] in Hut-Benben (in Heliopolis) sind, Kulthandlungen vollzogen werden,
werde ich verhindern, dass der Götterneunheit, die in der Nekropole ist, Wasser libiert wird6
– um den Untoten und die Untote, die 〈in〉 jedem Glied des Amunnacht, geboren von Ta-rech-anu, sind, für mich herauskommen zu lassen.7
Zu sprechen über diesen Göttern, den Herren der Ewigkeit (?)8, Re-Harachte, Osiris, Nut/Isis (?)9, Ahmes-Nefertari10, Atum (???), ... (?)11.

1 srf: Papyrus Chester Beatty VII und die Amulettpapyri gegen dieses Leiden, wie pDeM 42 oder pStrasbourg BNU hiérat. 69, schreiben ein maskulines srf, und im Amulettpapyrus pDeM 36 steht zudem der maskuline Artikel davor: pꜣ srf. Auch die Adjektive zeigen keine Femininendung. Im pChester Beatty VII folgt dem Spruch gegen srf ein solcher gegen rmn.t. Das erinnert an die Oracular Amuletic Decrees der 3. Zwischenzeit, in denen einem srf(.t) ebenfalls oft rmn.t folgt (vgl. dazu die Zusammenstellung bei J. F. Quack, Tabuisierte und ausgegrenzte Kranke nach dem „Buch vom Tempel“, in: H.-W. Fischer-Elfert (Hrsg.), Papyrus Ebers und die antike Heilkunde. Akten der Tagung vom 15.-16.3.2002 in der Albertina/UB der Universität Leipzig, Philippika 7 (Wiesbaden 2005), 63–80, hier: 78), so dass wohl in beiden Fällen dieselbe Gruppe von Krankheiten/Krankheitsphänomenen vorliegt; J. F. Quack, Beiträge zu einigen religiösen und magischen Texten, in: M. Collier – S. Snape (Hrsg.), Ramesside Studies in Honour of K. A. Kitchen (Bolton 2011), 413–416, hier: 415, geht davon aus, dass srf und rmn.t Hautkrankheiten bezeichnen. Erwähnenswert ist, dass in den Oracular Amuletic Decrees mitunter eine t-Endung steht: srf.t, s. dazu U. Luft, Ein Amulett gegen Ausschlag (srf.t), in: Anon. (Hrsg.), Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Berliner Ägyptischen Museums, Staatliche Museen zu Berlin. Mitteilungen aus der Ägyptischen Sammlung 8 (Berlin 1974), 173–179, hier: 175–176, Kommentar b. Diese strukturelle Parallele ist interessant für die Frage, ob maskulines srf und feminines srf.t dasselbe Krankheitsphänomen bezeichnen oder nicht. So unterscheidet B. Ebbell, Alt-ägyptische Bezeichnungen für Krankheiten und Symptome, Skrifter utgitt av Det Norske Videnskaps-Akademi i Oslo. II. Hist.-Filos. Klasse 1938 (Oslo 1938), 15 beide nicht, auch J. P. Allen, The Art of Medicine in Ancient Egypt (New York, New Haven, London 2005), 115 hat „fever“ für feminines srf.t, und umgekehrt geht Quack in den genannten Aufsätzen davon aus, dass das srf(.t) der Oracular Amuletic Decrees mit dem srf der Amulettpapyri und dem srf(.t) im Buch vom Tempel identisch ist und eine Hautkrankheit bezeichnet, wohingegen meist zwischen beiden Termini unterschieden wird.

2 ḥr=tn: Auf den Parallelen pChester Beatty VII und pDeM 42 steht ḥr=k:"Seid gegrüßt (...)", s. Y. Koenig, Deux amulettes de Deir el-Médineh, in: Bulletin de l’Institut Français d’Archéologie Orientale 82, 1982, 283–293, hier: 293 und Taf. 48.

3 ḫꜣj tn (=ḫyi̯ tn) d...: Contra Donnat 2019, 247 und 248, Kommentar (c) ist das erste Hieratogramm wohl als ḫꜣ zu lesen, wohingegen die beiden Parallelen auf pChester Beatty VII und pDeM 42 qꜣi̯ bieten. Angesichts dieser Parallele sowie des Klassifikators dürfte eine bislang unbelegte, syllabische Schreibung von ẖyi̯: „hoch sein“ vorliegen, wie Donnat, a.a.O. angesprochen, aber verworfen hat. Das anschließende Wort oder die anschließende Wortgruppe ist nicht sicher les- und übersetzbar. S. Donnat 2019, 247 und 248-249, Kommentar (d) denkt entweder an einen Fehler für 〈wr.w〉 n.w ḏ.t: „grands〉 de la pérennité oder noch eher einen Possessivausdruck n.w ḏ.t: „ceux (?) de la pérennité“ analog zu den Gottesbezeichnungen Ny-pꜣ-ꜥrꜥr: „der vom ꜥrꜥr, Ny-snḏ: „Der zur Furcht gehört“ und Ny-skm: „der zu den ergrauten Haaren gehört“ (C. Leitz, Lexikon der ägyptischen Götter und Götterbezeichnungen. Bd. III. p–nbw, Orientalia Lovaniensia Analecta 112 (Leuven 2002), 477c und 478b). Als pluralische Konstruktion könnte man dem noch PT 370, Pyr. § 647b hinzufügen: n.w ẖ.t=f: „Die von seinem Leib“, vgl. K. Sethe, Die altägyptischen Pyramidentexte nach den Papierabdrücken und Photographien des Berliner Museums neu herausgegeben und erläutert. Bd. 1. Text, erste Hälfte, Spruch 1–468 (Pyr. 1–905) (Leipzig 1908), 353 und https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBd3NquocBz08FsTvRqOxTLZc, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae (Zugriff am: 18.07.2023). Die beiden Parallelen haben qꜣi̯.y ḫnw statt ḫꜣi̯.y=tn ... und helfen nicht weiter, weil die Klassifikatoren von ḫnw unklar sind und daher nicht sicher ist, was es heißt. Quack 2020, 157 möchte in „dem fraglichen Zeichen (...) eine etwas unsaubere Form des Fischhinterteils“ Extended Library K23 sehen und vermutet in dem ḫnw der Parallele das Wort „Rückenfinne“ (https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/lemma/117800, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae (Zugriff am: 3.7.2023)). Ihm zufolge liegt auch in pBM EA 10732 dieses Wort vor: Die Gruppe tn sei möglicherweise aus einer ähnlichen Ligatur für n verlesen und in ein Suffixpronomen umgedeutet worden. Damit läge an dieser Stelle eigentlich das Epitheton qꜣi̯ ḫnw: „von hoher/langer Rückenfinne“ vor. Eine Erklärung für das Kobra-förmige Zeichen im Londoner Text bietet er jedoch nicht, und sein Verweis auf die „unsaubere Form“ der hieratischen Rückenfinne ist ohne eine in diesem Sinne „saubere“ Form als Vergleich nicht verifizierbar.

4 Eine längliche Lücke entlang einer der Faltkanten des Amuletts hat im mittleren Teil von Zeile 3 die obere Zeilenhälfte zerstört und macht die Lesung schwierig. J. F. Quack 2020, 155–164, hier: 159 ergänzt die Zeichenreste in der ersten Lücke, am Anfang basierend auf pChester Beatty VII, zu j (=r) ḏi̯.t ꜥq; die Zeichenreste in der zweiten Lücke glaubt er zu n.tj ḥr ergänzen zu können. Dies ergibt die Übersetzung: „um den eintreten zu lassen, der im Westen ist“, jedoch ist keine dieser Ergänzungen unproblematisch.

5 Das grammatische Bezugswort des Personalpronomens ist vermutlich der im vorigen Satz genannte Untote als pars pro toto für alle, die die srf-Entzündung verursachen können. Zur Grammatik s. Quack, 2020, 160.

6 Fischer-Elfert (E-Mail vom 06.07.2023) überlegt, „ob trotz des Standardvokabulars in dieser Drohung Nilflut und kühle(nde)s Wasser nicht doch auch einen kühlenden Effekt auf eine srf-Verbrennung oder -pustel suggerieren könnten.

7 
Der Satz kann satzsyntaktisch betrachtet eigentlich nur eine Erweiterung der vorangegangenen Pseudoverbalen Konstruktion / des negierten Futur III sein. Textsemantisch gesehen ist das jedoch der Zweck des gesamten Konditionalsatzes, ist also in gewisser Weise eine Apodosis zum eigentlichen Apodosisgefüge: Wenn ich diese Drohungen umsetze, dann, um die Unheilbringer herauskommen zu lassen.

8 Die Nachschrift ist nicht als Rubrum gestaltet, aber in einem deutlich anderen, etwas größeren und viel kursiveren Duktus geschrieben. Zu den Vignetten vgl. die ausführliche Besprechung bei Donnat 2019, 250–251 und Quack 2020, 163–164. Das erste Bildelement, dem Donnat eine gewisse Ähnlichkeit mit Gardiner Sign-list F30 (Lautwert šd) zusprach, ist Quack zufolge vielleicht eher ein nach links gewendeter hieratischer Fisch. Dieser würde Bezug nehmen zum Beginn der Anrufung, laut der die „Herren der Ewigkeit“ als Fische ins Wasser hinabsteigen; und der Vogel würde sich dementsprechend auf die anschließende Passage beziehen.9 Das letzte Element in dieser Zeile ist nach Quack eher ein Schwein als ein Nilpferd (so Donnat); einschränkend ist anzumerken, dass die Form eher an ein modernes Mastschwein erinnert als an ein altägyptisches. Die Parallele auf pChester Beatty VII zeigt deutlich ein Nilpferd (das zusätzlich von einer stehenden Gottheit gefesselt wird). Quack verbindet das mögliche Schwein in pBM EA 10732 mit dem Bild von der Himmelsgöttin Nut als Sau, die ihre Ferkel, die Sterne, frisst (s. dazu von Lieven, A. von Lieven, The Carlsberg Papyri 8. Grundriss des Laufes der Sterne. Das sogenannte Nutbuch, CNI Publications 31 (Copenhagen 2007), 158–161). Angesichts des davor sitzenden Osiris könnte man aber auch an Isis denken; zu Isis als Sau s. die kurze Bemerkung bei von Lieven, a.a.O., 159 und J. Bergman, Isis, in: W. Helck – W. Westendorf (Hrsg.), Lexikon der Ägyptologie. Bd. III. Horhekenu-Megeb (Wiesbaden 1980), 186–203, hier: 191. Auch im Fall eines Nilpferdes wären Assoziationen mit Nut wie mit Isis denkbar (wohingegen das gefesselte Nilpferd in der Parallele eher Seth darstellen würde). Die Kohlebecken am Ende der Vignettenreihe könnten vielleicht Bezug nehmen auf den Umstand, dass es sich um einen magischen Spruch gegen eine srf-Entzündung handelt.

10 Der Name lässt sich eindeutig identifizieren, nicht auch zuletzt unter Berücksichtigung der Parallele auf pChester Beatty VII, wo stattdessen eine Kartusche mit dem Namen sr-kꜣ-Rꜥw Amenophis’ I. steht.

11 
Auf der Rückseite des Amuletts befindet sich eine Vignette mit einer hockenden Frau, die eine nicht mehr identifizierbare Krone o.ä. trägt. Vor ihrem Gesicht bzw. der Krone steht ein Udjatauge. Ein dunkler Tintenfleck darunter könnte der letzte Rest eines weiteren Bildelements sein oder ein reiner verschmierter Fleck. Die Bildgruppe blickt nach rechts und ist gegenüber der Textseite so um 90° gedreht, dass der rechte Rand der Rückseite dem oberen Rand der Vorderseite entspricht. In Relation zur Vorderseite befindet sich diese Gruppe auf der horizontalen Achse etwa in der Mitte des Papyrus, und in der vertikalen Achse im Zwischenraum zwischen Zeile 2 und 3, zwischen der zweiten und dritten Faltkante (von oben gezählt).