Papyrus Berlin P 23030
Übersetzung und Kommentar
pBerlin P 23030
[rto 1][---] Ich bin einer, der einen abgeschnittenen Kopf (wieder) anknüpfen kann … [---] [rto 2][---]. Ich bin einer, der [---] unterdrückt [---] [rto 3][---] Schreiber des Königs, Zauberer [---] [rto 4][---] … (?) [---] [vso][---]
1 Über der Zeile sind zwei waagerechte Linien erhalten, die den oberen Seitenrand markieren, s. G. Burkard – H.-W. Fischer-Elfert, Ägyptische Handschriften. Teil 4, Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 19 (Stuttgart 1994), 133.
2 Die Interpretation der letzten erhaltenen Zeichengruppe ist unsicher. G. Burkard – H.-W. Fischer-Elfert, Ägyptische Handschriften. Teil 4, Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 19 (Stuttgart 1994), 133 transkribieren nḥmw, und Lepper/Grünhagen/Härtel verstehen dies als Schreibung des Verbs nḥm: „take away“, https://elephantine.smb.museum/objects/object.php?o=100414#Text. Die Schreibung mit Pluralstrichen unter dem ḥm spricht aber gegen ein einfaches Verb. Könnte es ein Partizip sein? Oder der Plural des Substantivs nḥm: „Retter“? Oder muss man die Zeichen komplett anders interpretieren? Könnte es auch n ḥm.w(t) sein, etwa: „(abgeschnittene Köpfe) der Frauen“, „(Köpfe, die) von den / wegen der Frauen (abgeschnitten wurden)“? Die Zerstörungen des Papyrus erschweren die Interpretation des Kontextes der Rede.
3 Eine Zeile auf der Rückseite des Papyrus, etwa auf Höhe von Zeile 1 des Rectos. Der Papyrus wurde über die vertikale Achse gedreht, d.h. die Oberkante des Rectos ist auch die Oberkante des Versos. Die Zeichenreste können aber nicht mehr sinnvoll gelesen werden. Unter der Zeile befindet sich unbeschrifteter Papyrus.
