science in ancient egypt

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(copy 1)

gngn.t
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Eine unbekannte Pflanze. B. Ebbell, The Papyrus Ebers. The Greatest Egyptian Medical Document (Copenhagen, London 1937), 133 schlägt eine Identifizierung als „Senna“ vor. G. Charpentier, Recueil de matériaux épigraphiques relatifs à la botanique de l’Égypte antique (Paris 1981), Nr. 1302 vergleicht mit koptisch ϭⲓⲛϭⲓⲛ, das vielleicht die Rauke bezeichnet. Diesem Vorschlag folgt W. Westendorf, Handbuch der altägyptischen Medizin, Handbuch der Orientalistik I.36 (Leiden 1999), 509. R. Germer, Handbuch der altägyptischen Heilpflanzen, Philippika 21 (Wiesbaden 2008), 148 zweifelt dagegen einen Zusammenhang mit der koptischen Pflanze an, weil (1) die Blätter von gngn.t, im Gegensatz zu denen von ϭⲓⲛϭⲓⲛ, nicht in offizineller Anwendung belegt sind, und weil (2) in manchen Rezepten „Mehl“ von gngn.t verwendet würde, was nicht zur Rauke passen würde. Gegen Ersteres ist einzuwenden, dass sich die Verwendung der Pflanze zum Koptischen hin geändert haben könnte. Zweites ist sicher ein wichtiges Argument; und selbst wenn man „Früchte“ statt „Mehl“ liest – die beiden Wörter sind im Ägyptischen homograph, was in manchen Kontexten die Übersetzung erschwert – widerspricht das ebenfalls einer Deutung als Rauke, weil Raukengewächse keine „Früchte“ besitzen. Bardinet, Papyrus médicaux gibt die Pflanze mit „fève-gengenet“ wieder; seine Spezifizierung als Bohnengewächs basiert sicher darauf, dass die Pflanze in Eb 28 mit der „kretischen Langbohne“ verglichen wird.

L.P.

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